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kommen in schriftlicher Verhandlung die beiden Meyereien
des Köllerthaler und Heusweiler Hofes vor. Mit dem Jahre
1729 wird nur noch ein Meyer genannt, derselbe wohnte
in Hilschbach; zu dieser Meyerei kam 1756 auch noch der
Quierscheider und Wahlscheider Hof. Ter gesamte Bezirk
führte den Namen Hilschbacher Meyerei. Diese Ver—
einigung blieb zur Regierungszeit des Fürsten Ludwig, jedoch
mit dem Unterschied, daß statt des Meyers ein Schultheiß
angestellt wurde, der seinen Wohnsitz in Heusweiler hatte.
Von nun an hieß der ganze Verband die Schultheißerei
Köllerthal. Derselbe unterstand dem gräflichen Ober—
amte.
Wie eingangs berichtet, war die Bodenfläche des Köller—
thal bereits in frühester Zeit in vorzüglicher Kultur; durch
wiederholte Verheerungen, sowie durch die schweren Heim—
suchungen, welche der 30jährige und der orleanistische Krieg über
die dortige Einwohnerschaft brachten, blieb der Boden unbe—
baut liegen, so daß im Jahre 1740 weit über die Hälfte
des Thales mit Wald bedeckt war. Erst unter dem Fürsten
Wilhelm Heinrich wurden einzelne Flächen wieder urbar ge—
macht und den einzelnen Gemeinden zur Bearbeitung völlig
überlassen.
Der Boden des unteren Köllerthales besteht größten⸗
teils aus Rotliegendem, die schmalen Wiesenthäler ertrugen
bei der Vermehrung des Viehstandes nicht das benötigte
Futter, infolge dessen suchte man durch den Anbau von Klee
und anderen Fruchtgewächsen das Fehlende zu ergänzen. Die
Viehzucht war in vortrefflichem Zustande, befonders wurden
starke Pferde, Rinder und Schafe gezogen, wodurch, wie ein
Chronist ausdrücklich bemerkt, die Köllerthäler, im Vergleich
zu anderen Einwohner in der Grafschaft zu einem gewissen