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dem Vaterlande schuldig war. Als ein Bürger den Franzosen
den Weg nach Homburg zeigen wollte, forderte man ihn auf,
zurückzukommen; sonst werde sein Vermögen eingezogen und er
selbst verbannt werden.
1677. Während im Anfang des folgenden Jahres die
Pfalz, das Elsaß und der Westrich von den Franzosen durch
Mord und Brand verwüstet und verheert wurde, blieb man hier
ruhig und verschont. Im März jedoch begann die kaiserliche
Armee unter dem Befehl des Herzogs Karl V. von Lothringen
sich in Bewegung zu setzen und rückte im Mai gegen die Saar vor.
Am 16. Mai lagerte sich die kaiserliche Armee auf den
Anhöhen von Malstatt bis St. Johann, worauf man den franzö—
sischen Kommandanten Du Roy aufforderte, die Stadt zu
übergeben; da dieser sich weigerte, ließ der Herzog die Kanonen
auffahren und die Beschießung vorbereiten. Weil die Franzosen
St. Johann nicht behaupten konnten, so hatten sie die Türme
und Mauern zum Teil niedergerissen, um den Feinden keinen
Stützpunkt zu lassen. Um die Annäherung zu erschweren, steckten
sie am folgenden Tage die Vorstadt im Tal (nach St. Arnual zu)
und die Häuser an der Schloßkirche in Brand (der Schloßberg
war damals noch eng mit Häusern bestanden). Als die Be—
wohner, welche nicht einmal vorher gewarnt worden waren,
Anstalten zum Löschen machten, nahmen ihnen die Franzosen
Eimer und Kübel weg; so verbreitete sich der Brand bald
über die ganze Stadt und verzehrte die dichtgebauten Holz⸗
häuser. Auch das Dach der Schloßkirche wurde vom Feuer
ergriffen, die Glocken schmolzen und fielen herab. Um nur aus
den Flammen zu entkommen, schlugen die Bürger die Stadttore
ein und retteten sich ins Freie.
St. Johann wurde vor dem gleichen Schicksal nur dadurch
bewahrt, daß einige Bürger die Kaiserlichen einließzen. Ein späterer
Bericht erzählt, die Franzosen seien schon mit Brandfackeln auf
der Brücke gewesen, um die Stadt anzuzünden, da habe sich ein
St. Johanner Bürger namens Nickel Ludt, welcher der französischen
Sprache mächtig gewesen, vor dem Befehlshaber auf die Kniee
geworfen und ihn um Schonung für seine Vaterstadt angefleht.