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Beamten, um den Marktverkehr etwas zu erleichtern, die
gewöhnliche Abgabe der Fruchtkoppel auf. Besonders litten die
Beamten und Pfarrer Not, deren Gefälle ganz ausblieben.
Der Oberamtmann von Piesport war nach Frankfurt
geflüchtet; von den Nassauischen Beamten waren nur Seßkretär
Johann Georg Pfeiffer und Rentmeister Johann Georg Klicker
in Saarbrücken zurückgeblieben. Ersterer führle auch unter der
österreichischen Herrschaft unter dem Namen Oberamtsverweser eine
Art von Verwaltung und Gerichtsbarkeit, seine Geschäfte mögen
aber sehr beschränkt gewesen sein; letzterer verwaltete die Gefälle,
und es wurden keine fremden Beamten zu ihrer Überwachung eingesetzt.
Dieser Klicker wurde jetzt aufgefordert, über die Einkünfte der
Grafschaft Auskunft zu geben, und benahm sich hierbei sehr klug
und umsichtig, indem er die Lage der Bürger möglichst zu er—
leichtern suchte.
In Saarbrücken lag damals der Generalwachtmeister Wangler
mit dem Alt Wanglerischen Regimente, welcher bereits im De—
zember 1635 von beiden Städten eine Kontribution von 500 Reichs⸗
talern verlangt hatte; die Stadt St. Johann trug hierzu 114 Reichs—
taler bei. Die Besatzung hatte bald alle Vorräte aufgezehrt; der
Mangel wurde schon sehr fühlbar, und die Kontributionen nahmen
kein Ende. In diesen Drangsalen wandte sich das Stadtgericht
an Graf Wilhelm Ludwig zu Metz; dieser ermahnte sie, alles
mögliche zu tun, um die Bürgerschaft in beiden Städten beisammen
zu behalten; sie sollten alle Mittel aufbieten und Geld aufnehmen,
um die geforderte Kriegssteuer zu bezahlen, zu deren einstiger
Wiedererstattung er alles tun würde, was in seinen Kräfte stünde.
Darauf nahmen die Städte im Sommer 1636 bei Ludwig Beyer,
Rentmeister des Teutsch-Bellistums Walderfangen, 3000 Franken
lothringischer Währung auf. Bald nachher zog das Alt-Wanglerische
Regiment ab und wurde durch das Gordonsche Regiment ersetzt.
Das Rathaus diente damals als Hauptwache.
Da es an Lebensmitteln für die Truppen fehlte, so mußte
man sich auswärts umsehen. Am 14. Mai 1636 schrieb der in
Saarbrücken stationierte Kriegskommissarius Albrecht von Trier
aus an Klicker, daß er 150 Quart Frucht zu Trier gekauft habe