daßz der Zimmermann Brenninger den Bau zu Aschbach aufzu—
schlagen im Begriff sei.
Die Gerichte beschlossen, die Städte zur Notdurft mit Früchten
zu versehen und deshalb bei Junker Leonhard von Helmstadt,
Nassauischem Landhauptmann, 1000 Reichstaler zu 6 60 Zins
aufzunehmen. Für St. Johann wurden von demselben 19214
Quart Weizen gekauft für 530 Reichstaler. Saarbrücken bezog
im folgenden Jahre von St. Nabor (St. Avold) 150 Quart
Weizen, die Quart zu 1414 Franken lothr. Währung.
Der gefürchtete Notstand trat jedoch nicht ein. Das Saar—
brücker Stadtprotokoll meldet zum 20. Mai: „Nachdem früher
eine Anzahl Malter Früchten der gemeinen Bürgerschaft zum
Guten angekauft, aus Ursachen, weil die Päß in der Nachbarschaft
zugethan, auch über Rhein und an andern Orten böse Lüfte
sich erreget, auch nit geringe Gefahr mit Kriegsunruhen sich
begeben, weshalb man Fruchtmangel besorgte, nunmehr aber, Gott
sei Lob und Ehr, die Päß wieder offen und die Früchte in
Abschlag, hat man nöthig erachtet, die gekaufte Frucht unter die
Bürger auszutheilen, so sich erboten, das Malter vor 6 Reichsthlr.
anzunehmen, und hernach aufs Gewicht zu verbacken, auch auf
Michaeli zu bezahlen.“
Wie man in dieser Zeit vor der Pest besorgt war, zeigt
folgende Eintragung:
„Dienstag den 31. August hat Graf Ludwig durch den
Schultheißen der Bürgerschaft ganz getreu und ernsthaftig anzeigen
und befehlen lassen, daß man sich bei einreifzender Infektion und
Kontagion solcher Ort soll enthalten, die Märkt und Hantierungen
einstellen, item kein Gesindel, so von fremdten Orten kommt,
ufnehmen, alle Storger und Landstreicher, Unbekannte, Verdächtige
nit einlassen oder beherbergen, Zettelträger und Bettler, nach
Gestalt der Sachen, mit einem Almosen ab- und zurückweisen.“
Der Superintendent ermahnte in beweglichen Worten „in
diesen gefährlichen und beschwerlichen Kriegsläuften“ Gottes Zorn
zu erkennen und rechtschaffene Buße zu tun.
In dieser Zeit rückte kaiserliches Kriegsvolk in die Grafschaft
Saarbrücken, namentlich das Regiment des Obersten Kronenberg.