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allem Neuen, das die fortschreitende Zeit mit sich bringt, wird die
Alte Kirche nicht vergessen werden. Sie wird das Herzstück
unserer Gemeinde bleiben, und so gewiß Pietät und Treue gerade in
den Herzen unseres Volksteiles eine Stätte haben, so gewiß wird
die Anhänglichkeit der Gemeinde an ihre Alte Kirche fortleben von
Geschlecht zu Geschlecht.
Dasselbe Blatt brachte das folgende Gedicht von Fräulein
Emma Soinsés:
Die Alte evangelische Kirche zu St. Johann.
Vom schlichten Turm am alten Gotteshaus
Tönt festlich froher Glockenklang hernieder,
Und weithin über Flußz und Stadt hinaus
Der Feiertag der trauten alten Lieder.
Sie dürfen heut gestimmt zu Lob und Dank
Zum Jubelfest der Kirche uns nicht fehlen
Und sollen mit der Freude hellem Klang
Ein Echo wecken in den Menschenseelen.
Du, unsre Kirche, stehest fest erbaut
Hochragend in der alten Gasse Enge;
Auf zwei Jahrhunderte hast du geschaut:
Das deuten heut die Festtagsglockenklänge.
Ein Zeichen du von echtem Bürgersinn,
Und fester, oft erprobter Glaubenstreue;
Ja, jede Notzeit brachte dir Gewinn,
Und jeder Kampf, er stärkte dich aufs Neue!
Als Heiligtum zum Segen einst geweiht,
Gabst Heimat du dem ew'gen Gottesworte,
Hältst seiner Gaben Fülle du bereit
Und öffnest jedem Suchenden die Pforte.
Und wenn man heute Einlaß uns gewährt
Zu dir, die oft in Andacht uns vereinte,
So fühlen alle wir, was dir gehört:
Die Liebe in den Herzen der Gemeinde.
Am Sonntag, den 26. Juni, fanden unter Mitwirkung des
Kirchenchors zwei Festgottesdienste in der von Frauen und