Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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Herren Dr. med. Keßler, Karl, Ernst und Julius Karcher, im Jahre
1891 gemacht worden ist. Das Kapital betrug 25000 Mark. Zwei
Drittel der Zinsen wurden zur Beschaffung von Pflege⸗, Heil- und andern
Hilfsmitteln besonders für solche arme Kranke verwendet, die nicht
durch die öffentliche Armenpflege Unterstützung fanden. Das letzte
Drittel sollte solange zum Kapital geschlagen werden, bis dieses
die Höhe von 50000 Mark erreicht hätte. Alsdann sollte der ge⸗
samte Zinsenertrag für den erwähnten Zweck verwendet werden.
Die Erben der am 6. Juni 1922 verstorbenen Frau
Kommerzienrat Emma Karcher überwiesen dem städtischen
Wohlfahrtsamt 200000 Mark und zwar 100000 Mark für die
Christianenanstalt, die Waldschule und die Marienkrippe und
100 000 Mark für die Karcherstiftung.

e) Die Georg Heckel-Stiftung.

Die Kinder des verstorbenen Fabrikanten Georg Heckel
und seiner Ehefrau Elise geb. Garelly, schenkten im Jahre 1910
der Stadtgemeinde Saarbrücken ein Kapital von 25000 Mark,
dessen Zinsen zur Beschaffung von Pflege-, Heil- und Hilfsmitteln
für erkrankte Kinder würdiger und bedürftiger Eltern im Stadt—
bezirk St. Johann verwendet werden sollten.

k) Die Röchling-Stiftung
Zum Andenken an den verstorbenen Herrn Ludwig Heinrich
Röchl ing haben seine Erben, Frau Ida von Gustedt geb. Braun,
und Frau Maria Leybold, geb. Braun, der Stadt St. Johann
im Jahre 1902 die Summe von 50000 Mark geschenkt mit der
Bestimmung, daß von den Zinsen des mündelsicher anzulegenden
Kapitals würdige und bedürftige evangelische Bürger oder Ein—
wohner der Stadt St. Johann, welche mindestens 5 Jahre un—
unterbrochen in ihr gewohnt haben, in Fällen notwendiger Kranken⸗
pflege in dem evangelischen Krankenhaus zu St. Johann unter—
gebracht und behandelt werden. Die Dauer der Unterbringung
soll in der Regel 13 Wochen nicht überschreiten; in Ausnahme—
fällen kann sie auf 20 Wochen ausgedehnt werden. Unheilbare
Kranke finden keine Aufnahme.
            
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