Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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200 Zentnern Kohlen. Die Anstalt, welche 1875 Korporations—
rechte erhielt, wurde durchschnittlich von 200 Kindern besucht, die
früher von Schwestern aus Kaiserswert und Nonnenweier unter—
richtet wurden. Nur im Jahre 1870 war sie mehrere Monate
geschlossen, und die Räume dienten damals zahlreichen Kranken—
schwestern zum Obdach.
1899 konnte die Anstalt ihr 50jähriges Bestehen feiern.
1905 blickten Frau Förtsch und Fräulein Köhl auf eine
25 jährige tätige Mitarbeit im Vorstand zurück. Frau Förisch und
Frau Muügel vermachten der Anstalt je 1000 Mark. Eine
Wendung in ihrer Geschichte bedeutet das Jahr 1910, in dem der
langgehegte Wunsch eines Neubaus verwirklicht wurde. Im Stil
der katholischen Kirche und dem Pfarrhaus angepaßt, erhebt sich
jetzt am Gerberplatz ein stattlicher Bau, zu dessen großen Kosten
zahlreiche Spenden aus der Bürgerschaft beitrugen; insbesondere
stifteten Herr Ernst Karcher zweimal 20000 Mark, Herr
Ingenieur Rexroth 7500 Mark, die Fräulein Julie und Ernestine
Köhl je 1000 Mark. Bei der Niederlegung des alten der
Anstalt gehörenden Hauses an der Großherzog Friedrich-Straße ge—
währte die Stadt einen Zuschuß von 2000 Mark. Der Besuch
der Anstalt ging bis 1909 auf 176 Kinder zurück, ist aber seit
dem Neubau wieder gewachsen. Die Zahl der in der Anstalt seit
ihrem Bestehen unterrichteten Kinder übersteigt gegenwärtig das
zehnte Tausend.
Während des Weltkrieges richtete Fräulein Maria Röchling
aus Saarbrücken in der Christianen-Anstalt einen Kinderhort ein
zur Beaufsichtigung und zum Schutz von evangelischen Kindern
zwischen 6 und 14 Jahren, besonders von solchen, deren Väter
im Felde standen, und deren Mütter außerhalb des Hauses ar—
beiteten. Die Kinder erhielten Mittagessen und um 5 Uhr noch
einmal eine Suppe, beides aus der städtischen Suppenküche. Die
Kinder von Kriegsteilnehmern bezahlten wöchentlich je 25 Pfennige,
die andern Kinder 1,75 Mark.
Die evangelische Gemeinde hat den Kindern den alten Pfarr⸗
garten als Spielplatz eingeräumt und zahlt der Anstalt einen jähr—
lichen Zuschuß von 12000 Franken. In der Anstalt werden jetzt
            
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