Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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5 Grundstücke zurück; die Gemeinde aber verlangte 276500 Mark
bar und ebensoviel in liegenden Gütern. Schließlich wurde die
Forderung auf 447553 Mark festgesetzt. Das Stift bot
400 000 Mark, die Gemeinde aber beharrte auf ihrer Forderung.
Das Vermögen der Gemeinde wurde durch den günstigen Ausgang
des Prozesses ungefähr um den Wert von einer Million Mark
vermehrt.

20. Verlust und Ersatz der Kirchenglocken.

Als der französische Kommissar Ehrmann im Jahre 1793
die drei Glocken der alten Kirche weggenommen hatte, wurde die
eine der beiden kleinen Glocken, die auf dem Turm des Deutschen
Hauses hingen, der evangelischen Gemeinde St. Johann überlassen,
Doch dies war ein ungenügender Ersatz. Wohl bemühte sich im
Jahre 1802 Georg Ludwig Firmond im Namen der Ge—
meinde, von dem Präfekten des Saardepartements Rückgabe
oder Ersatz der geraubten Glocken zu erhalten, aber vergebens.
Nur der Eingang seines Schreibens wurde ihm bescheinigt, doch
dabei blieb es. Die Gemeinde mußte sich 60 Jahre lang mit der
einen kleinen Glocke behelfen.
Erst als im Anfang der fünfziger Jahre wieder einiger
Wohlstand in St. Johann eingekehrt war, konnte man daran
denken, diesem unwürdigen Zustande ein Ende zu bereiten. Die
Gemeinde bestellite bei dem Glockengiefzer Lindemann in Zwei—
brücken drei neue Glocken, die 1522 Taler und 4 Groschen
kosteten. Die Gesamikosten beliefen sich auf 2573 Taler 25
Groschen und 10 Pfennige. Durch Sammlung in der Gemeinde
wurden 277 Taler 10 Groschen aufgebracht. Die kleine alte
            
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