Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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Seit 1918 Franz Schmitt, geb. 1881 in Dortmund,
studierte in Leipzig, Bonn und Jena, arbeitete in Bethel bei
Bielefeld und in Berlin an der inneren Mission, wurde Hilfsprediger
in Jena, 1906 ordiniert, dann Pfarrer in Taupadel, 1901 Pfarrer
an der reformierten Gemeinde in Braunschweig, 1917 nach Saar—
brücken berufen und am 30. Juni 1918 als dritter Pfarrer
eingeführt.
Als Wohnung der Pfarrer von St. Johann diente in den
letzten hundert Jahren das alte Pfarrhaus in der evangelischen
Kirchstrafze. Hier wohnte der erste Pfarrer, während der zweite
Pfarrer, solange er auch Lehrer am Gymnasium war, seine Dienst
Wohnung in Saarbrücken in einem der Stiftshäuser (zwischen
Ludwigsplatz und Eisenbahnstraße) hatte. Später wohnte der
zweite Pfarrer in dem Pfarrhaus an der Mainzerstraßze, das im
Jahre 1909 für 50000 Mark an die Stadt verkauft wurde. Da
das alie Pfarrhaus an der evangelischen Kirche sehr verwohnt war,
hatte die Gemeinde schon vorher für den ersten Pfarrer ein Haus
in der Lessingstraße erworben, das Pfarrer Reichard als Dienst⸗
wohnung erhielt. Nachdem der Prozeß gegen das Stist St. Arnual
einen günstigen Ausgang genommen und die Berufung eines
dritten Pfarrers sich als notwendig erwiesen hatte, beschloß die
Gemeinde, zwei neue Pfarrhäuser zu erbauen oder zu erwerben.
Für den zweiten Pfarrer wurde ein Haus mit Garten an der Ecke
der Rotenbergstraße und der Brentanostraße erbaut, das zuerst Pfarrer
Lic. Ulrich bezog und das jetzt Pfarrer Halke bewohnt. Für den
dritten Pfarrer wurde ein Haus in der Seilerstraße erworben, in
dem jetzt Pfarrer Schmitt wohnt. Die Wohnräume des alten
Pfarrhauses in der evangelischen Kirchstraße sind vermietet. Die
ehemalige Scheuer ist für das Gemeindeamt ausgebaut, dessen erster
Rendant Heinrich Gimbel war (f 1926). Die Büro-Geschäfte
der Gemeinde werden jetzt von Frl. Anna Groß besorgt.
Nachdem so die drei Seelsorger der Gemeinde Wohnungen
erhalten hatten, die den neuzeitlichen Ansprüchen genügen, wurde
der Bau eines Gemeindehauses, der schon längst als notwendig
erkannt war, ernstlich in Aussicht genommen. Als Bauplatz
wurde ein der Gemeinde gehörendes Grundstüchk an der
            
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