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und weißen Rosen, welche die Stadtfarben von St. Johann dar—⸗
stellten. Im Rathaussaal hielt Dr. Neff eine Ansprache an das
Kaiserpaar und bot dem Kaiser den Ehrentrunk in edlem Saar—
wein. Der Kaiser nahm den Pokal, sprach seine Freude und
seinen Dank über den schönen Empfang aus, bei dem ihn besonders
der Anblick der Bergleute und der alten Krieger erfreut habe,
und leerte den Becher auf das Wohl der Stadt St. Johann, in⸗
dem er die Hoffnung aussprach, daß auch das kommende Ge—
schlecht alle Zeit für Kaiser und Vaterland bereit sein werde.
Dann ließ er sich die Rathausbilder erklären und die Stadtver—
ordneten vorstellen, sprach den Ehrenbürger der Stadt St. Johann,
Oberpfarrer Ilse, und den Beigeordneten Klein, einen Kämpfer
von Sedan, an und zeichnete sich mit seiner Gemahlin in das
Goldene Buch der Stadt St. Johann ein. Darauf bewegte sich
der Zug nach der alten Brücke, wo er von den städtischen Ver—
tretungen und den Ehrengästen erwartet wurde. Der Kaiser ver⸗
ließ vor der Brücke den Wagen und schritt die Front der dort
aufgestellten Ehrenkompagnie des 70. Infanterie-Regiments ab,
die Kaiserin fuhr im Wagen bis zu dem in der Mitte der Brücke
dem Denkmal gegenüber errichteten Pavillon. Ein Chor von
600 Sängern unter Leitung des Musikdirektors Scholz stimmte
die von dem Chorleiter in Musik gesetzte Hohenzollernhymne
„Neéc soli cedit“ (Nicht weicht der Sonne der Zollernaar) an.
Nachdem der Gesang beendet war, trat Bürgermeister Feldmann
vor und hielt die Begrüßungsansprache, in welcher er zunächst der
großartigen Entwicklung gedachte, die das Saargebiet unter dem
Szepter der Hohenzollern genommen habe, dann die Dankbarkeit
hervorhob, von der die Bewohner gegen Kaiser Wilhelm J. beseelt
seien, weil er die Zugehörigkeit ihres Landes zum Deutschen Reiche
für immer gesichert habe, und schließlich das Denkmal als eine
Mahnung zur Treue gegen Kaiser und Reich bezeichnete. Auf
die Bitte des Bürgermeisters gab der Kaiser das Zeichen zur
Enthüllung des Denkmals, indes die Kanonen vom Winterberg
herabdonnerten. Darauf besichtigte der Kaiser das Denkmal, zog
einige Ehrengäste, besonders den Künstler Donndorf, ins Gespräch
und wünschte von dem Chor auch ein Volkslied zu hören, worauf
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