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soweit sie damals zum Reichspostverbande gehörten, angebracht.
Über dem Hauptportal erhebt sich die schöne Kuppel, welche als
Abspanngerüst der Telegraphen- und Telephonleitungen dient
und 600 Drähte trägt, aber für die doppelte Anzahl eingerichtet ist.
An allen diesen Bauten hat sich das einheimische Kunsthandwerk
in hervorragender Weise betätigt.
So wenig sich die Bürgerschaft von St. Johann dem Fortschritt
verschliefzt, so hängt sie doch noch treu an dem Althergebrachten,
wie der alljährliche Bannbegang beweist, der nach längerer Unter—
brechung jetzt wieder aufgenommen worden ist. Um den Nachteilen
der großstädtischen Entwickelung zu begegnen, durch welche im Jahre
1903 auch die Errichtung einer Königlichen Polizeidirektion
in Saarbrücken herbeigeführt wurde, hat die städtische Verwaltung
von St. Johann einen unentgeltlichen Arbeilsnachweis ein—
gerichtet.
Als Beweis der Dankbarkeit gegen das preußjische Herrscher—
haus und besonders gegen den ersten Kaiser des neuen deutschen
Reiches haben beide Städte auf der alten Brücke das Denkmal
Kaiser Wilhelms J. errichten lassen. Dieser Plan reicht bis
ins Jahr 1888 zurück. Als der alte Kaiser entschlummert war,
regte sich auch hier der Wunsch, den geliebten Herrscher im Bilde
der Nachwelt zu überliefern. In demselben Jahre beschloß man
auf einer Versammlung im „Tivoli“ zu St. Johann, zu diesem
Zwecke einen Aufruf an die Bürgerschaft zu erlassen. Aber wenn
auch die Gaben zunächst reichlich einliefen, so stellten sich der Absicht
doch solche Hindernisse in den Weg, daß sie vorerst nicht ausgeführt
werden konnte. Die Angelegenheit kam dann wieder in Fluß,
als der Ingenieur Friedrich Rexroth die Summe von
20000 Mark fur ein von beiden Städten gemeinsam zu errichtendes
Denkmal Kaiser Wilhelms zur Verfügung stellte. Daraufhin erhielt
der Plan immer mehr greifbare Gestalt, zumal da sich die Städte
seiner mit Eifer annahmen.
Die Frage, welcher Platz dem gemeinsamen Denkmal anzu⸗
weisen sei, war nicht leicht zu lösen; man einigte sich auf die alte
Brücke, über die im Jahre 1870 König Wilhelm und seine Truppen
ins feindliche Land gezogen waren. Nun galt es, durch einen