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in unseren Städten seine Studien machte, in vortrefflicher Aus—
führung hergestellt und daneben die Bilder des Kronprinzen
Friedrich Wilhelm, des Prinzen Friedrich Karl von Preußen, des
Fürsten Bismarck und des Generalfeldmarschalls Moltke angebracht.
Über den Türen fand der Aufruf König Wilhelms vom
19. Juli 1870 und die Kaiserproklamation von Versailles Platz.
Auf der einen Türe befinden sich als Medaillons die Bildnisse
der Generäle von Göben, von Albensleben, von Kameke, von
François, des Obersten von Reuter vom 12. Regiment, der an
seiner Wunde in Saarbrücken starb, und des Oberleutnants
Hildebrand vom 3. Artillerie-Regiment, welcher, nachdem seine
Geschütze den Roten Berg erklommen hatten, dort die Todeswunde
erhielt. An der anderen Türe sind in derselben Weise die
Bildnisse verdienter Bürger und Bürgerinnen beider Städte
angebracht, des Bürgermeisters Schmidtborn, des Beigeordneten
Fr. Braun, der Damen des Luisenordens, Fräulein Ida Schmidt
(Saarbrücken) und Frau Ida Röchling (St. Johann), und der
praktischen Ärzte Dr. Jordan und Dr. Schmidtborn. Auf
den Fenstern sind die Wappen von Nassau-Saarbrücken und den
beiden Städten ausgeführt. Die Mitte der kassetierten Decke
nimmt ein mächtiger Reichsadler ein, der von einem Bande mit
folgender von Viktor von Scheffel verfaßten Inschrift umgeben ist:
Erwecktt durch Blitz und Kampfgefahr
Und treuer deutscher Helden Tod.
Sah siegreich hier der Kaiseraar
Des Reiches blutig Morgenrot.
Von den sonstigen Sprüchen, die sich zwischen Wappenschildern,
Lorbeerkränzen und Schlachtennamen hinziehen, erwähnen wir die
für das Liebeswerk von 1870 bezeichnenden Worte:
Zu helfen, wo tut Hilfe not,
Ist hier zu Land ein alt Gebot.
Am 8. August 1880 fand die Einweihung des Rathaus⸗
saales und die Übergabe der Wandgemälde durch den Oberpräsidenten
von Bardeleben in Gegenwart der Spitzen der Militär⸗- und
Zivilbehörden und des Abkademiedirektors Anton von Werner
statt. Dieses kaiserliche Geschenk bildet einen äußerst wertvollen