Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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Art dargestellt, der in der erhobenen Rechten einen Eichenzweig
als Siegeszeichen schwingt. Das Denkmal wurde am 1. Juni 1913
feierlich eingeweiht.

Schon bald nach dem Friedensschlusse wurde der Gedanke
angeregt, ein Denkmal zu errichten, das an weithin sichtbarer Stelle
an die Gesamtheit der großen Ereignisse des Jahres 1870771
erinnern sollte. Ein Anzahl patriotischer Männer aus beiden Städten
und der Umgegend unternahm es, diesen Gedanken zu verwirklichen.
Kaiser Wilhelm spendete 2000 Taler zu den Kosten, und von
überall her, wo Deutsche wohnen, flossen so reiche Gaben zusammen,
daßz der Bau bald in Angriff genommen werden konnte. Als
Standort wurde der Winterberg gewählt, der in den Kämpfen
der Augusttage 1870 eine so wichtige Rolle gespielt hatte und eine
prächtige Aussicht auf die beiden Städte und zugleich auf das
Schlachtfeld bietet. Hier steht der stattliche von dem Regierungsrat
Lieber in Düsseldorf (früher Bauinspektor in Saarbrücken) ent—
worfene Bau: auf einem künstlichen Erdhügel eine nach dem
Vorbilde des Königsstuhles zu Rhense errichtete 5 m hohe, zehn—
seitige, von ebensovielen gotischen Bogen durchbrochene Halle, in
deren Mitte ein 20 m hoher, mit einem steinernen Helm gedeckter
Turm sich erhebt. In halber Höhe umgibt ihn ein breites Band,
auf dem die an den Juli- und Augustkämpfen bei Saarbrücken
beteiligten Truppen verzeichnet sind. Darüber ist auf der den Spicherer
Höhen zugewandten Seite eine Tafel angebracht mit der Inschrift:
„Deutschlands Helden 1870 —1871“, die Seite nach den Städten
ziert der deutsche Reichsadler. Gerade unter diesem befinden sich
die Namen des 7. Ulanen- und des 40. Regiments, welche die
Wacht an der Saar hielten, während unter der Widmungstafel
das Niederrheinische Füsilier-Regiment Nr. 89, das den Kampf
am 6. August begonnen, und das Grenadier-Regiment Nr. 12, das die
stärksten Verluste erlitten hat, verzeichnet sind. Am 9. August 1874
wurde das Denkmal in Gegenwart des Kriegsministers General
von Kameke, des Oberpräsidenten von Bardeleben, des Regierungs—
präsidenten von Wolff, des Generals von Rex, und vieler anderer
Offiziere, unter der Teilnahme der gesamten Bevölkerung der
            
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