Hier erhebt sich auch das Denkmal des Generals Eduard
von Pestel, des Führers der Wacht an der Saar, welches ihm
von der dankbaren Stadt Saarbrücken gesetzt und am 25. März 1910,
dem Jahrestage von Pestels Tod, feierlich eingeweiht wurde.
Daneben hat der alte treue Hegemeister Bergmann, der in den
Julitagen 1870 den Vierzigern auf ihren Patrouillengängen oft
als Führer diente, seine Ruhestätte erhalten. Außerdem wurden
Veteranen des Krieges, die später in den Städten gestorben sind,
an dieser Stelle bestattet, unter ihnen der Kommandeur des
7. Ulanen-Regiments, Oberstleutnant Roth von Schreckenstein,
dessen Grabstätte ein schönes Denkmal von Robert Cauer ziert.
Auch die unerschrockene Magd, Katharina Weißgerber, nach ihrer
Dienstherrschaft Schultzen Kathrin genannt, die am 6. August, ihres
eigenen Lebens nicht achtend, die Verwundeten erquickte, hat hier
den verdienten Ehrenplatz gefunden. Der Friedhof und seine
Umgebung ist aufs schönste und würdigste hergerichtet: Trauer—
weiden und Zypressen beschatten die Gräber, und auf einem mit
Rosen bewachsenen Hügel steht das eherne Bild der Germania,
die den Gefallenen den Ehrenkranz von Eichenlaub reicht, ein
Werk von Gustav Bläser. Den französischen Offizieren und
Soldaten ist ein großes Sandsteinkreuz errichtet.
Auch die Regimenter, welche auf dem Schlachtfelde mit
—
am ersten Jahrestage der Schlacht wurde auf dem Roten Berge
das Denkmal des 74. Regiments eingeweiht; ihm folgten im
nächsten Jahre die Denkmäler der 53er (im Ehrental), der 39er
und A0er (auf dem Roten Berge) und der 77er (bei Stieringen).
Später haben auch das 48. und das 12. Regiment ihren Gefallenen
Ehrensäulen auf den Spicherer Höhen errichtet. Ein Denkmal
des 7. Ulanen-Regiments, welches so treu die Wacht an der Saar
gehalten hatte, ist auf dem Schloßplatz in Saarbrücken errichtet
worden. Die Kosten wurden von dem Regiment und seinen
ehemaligen Angehörigen, den „alten 7. Ulanen“, aufgebracht; die
Stadt gab einen Zuschußz von 10000 Mark. Der Verferliger
des Denkmals, der bekannte Bildhauer Klimsch in Berlin, hat
auf hohem Sockel einen galoppierenden Lanzenreiter in antiker