Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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Der Eindruck dieses Aufrufs wurde noch verstärkt durch den
Erlaß vom 27. September 1817, in dem König Friedrich Wilhelm III.
zur Vereinigung der beiden Bekenntnisse aufforderte. Die 300jährige
Jubelfeier der Reformation wurde vom 30. Oktober bis zum
2. November 1817 in beiden Städten einmütig gefeiert.
Im Jahre 1821 wurde durch einen königlichen Erlaß vor⸗
geschrieben, daß zur Bezeichnis der Kirche, ihrer Lehrer und ihrer
Mitglieder das Wort „evangelisch“ statt „protestantisch“ angewendet
werden solle, da das evangelische Glaubensbekenntnis sich lediglich
auf das Evangelium gründe. Die vollständige Einigung der
unierten Gemeinden an der Saar wurde erst im Jahre 1852 gesichert
durch die Sätze über und für die evangelische Union,
wie sie von der evangelischen Pastoralkonferenz zu
Saarbrücken am 3. Juni 1852 angenommen und veröffentlicht
worden sind. (Nitzsch, Urkundenbuch der evangelischen Union.
Bonn 1853 Nr. 140 ff.) Die reformierte Kirche GBild Seite 109)
in Saarbrücken wurde zum Schulhaus umgebaut und diente von
1820 bis 1892 als Gymnasium. Sie ging dann in den Besitz
der altkatholischen Gemeinde über, die ihr den Namen ,Friedenskirche“
gab. Über der Tür stehen die Worte: „Einer ist Euer Lehrer,
Christus.“
Das 300 jährige Jubelfest der Übergabe der Augsburgischen
Konfession wurde am Freitag, den 25. Juni 1830, in allen
preußischen evangelischen Kirchen festlich begangen.
Einer Bekanntmachung des damaligen Bürgermeisters Quien
entnehmen wir nachstehendes: Das Fest wurde am 24. Juni abends
durch Böllerschüsse und einstündiges Geläute aller Glocken der
evangelischen Kirchen beider Städte angekündigt. Von 7—8 Uhr
wurde auf dem Balkon des Stadthauses Musik gemacht. Am
25. Juni, Freitags, morgens 6 Uhr Böllerschiefzen, und dann
wurden von dem Turm der Ludwigskirche die Choräle „Ein feste
Burg ist unser Gott“ und „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
geblasen. Um 9 versammelten sich die Geistlichen, die Militär⸗
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Presbyteriums, die Schüler des Gymnasiums und der Elementar—
schulen, sodann jeder, der sich zur Teilnahme berufen fühlte, vor
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