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„Die Einwohner von Saarbrücken haben die Ehre, Ew.
hochfürstliche Durchlaucht untertänigst anzuflehen, diese durch den
Frieden von Paris an die Franzosen abgetretene unglückliche
Stadt in Schutz zu nehmen und durch Hochdero gnädigste Ver—⸗
wendung zu bewirken, daß einstweilen die den Einwohnern so
unerträgliche, jeder deutschen Gesinnung widerstrebende französische
Behörde abgestellt und die Verwaltung deutschen, mit dem
Charakter, der Sprache und der ehrlichen Gesinnung
der Einwohner vertrauten Personen übertragen werde,
damit die Wahrheit gedeihen, der Vaterlandsliebe Gerechtigkeit
widerfahren und so der französischen Verschmitztheit, dem
Lug und Trug zum Verderben dieser Stadt der Zugang
versperrt werden möge. Die Einwohner finden in dem Glück der
Anwesenheit Ew. hochfürstlichen Durchlaucht eine Vorbedeutung
ihres zukünftigen besseren Schicksals, und in dem unbegrenzten
Vertrauen auf den Mann, den die Vorsehung zur Stütze der
preußischen Monarchie erkor, hoffen wir, dafz die den Preußen
durch Sitten, Sprache, Religion und Gesinnungen so
verwandten Saarbrücker eines allergnädigsten Blicks des
besten der Könige gewürdigt werden.“
Die Abgeordneten, deren Wortführer Böcking und der
Kaufmann Fauth waren, sprachen dem Fürsten den im Schlußsatz
der Adresse bereits angedeuteten Wunsch der Saarbrücker Bürger
aus, mit Deutschland und zwar mit Preußen vereinigt zu werden,
und Fauth wies besonders auf die reichen Kohlengruben des
Landes hin. Der Fürst versprach den Bürgern, seinen Einfluß
für die Erfüllung ihrer Wünsche einzusetzen, und erntete den
lebhaften Dank der Saarbrücker und St. Johanner. „Der Jubel
kannte keine Grenzen, die Häuser wurden mit Laubgewinden und
Blumen geschmückt, das Volk wogte durch die Straßen, sang
vaterländische Lieder, Spott und Hohn den Franzosen, Ehre und
Liebe den Deutschen. Gegen Abend wurde die Stadt erleuchtet;
am hohen Turm (der Ludwigskirche) las man den Namen
Hardenberg in Feuerzügen, die Jungen trugen Lichter und
grüne Zweige und Kränze auf Stangen umher; die ganze Nacht