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die Brücke zurück. Einige von ihnen flüchteten in die nächst⸗
gelegenen Häuser und schossen von hier aus auf die andringenden
Feinde. Die durch den Widerstand erbitterten Baiern, welche die
meist mit Kitteln bekleideten Nationalgardisten für Zivilisten hielten,
schossen in die Häuser und töteten 7 bürgerliche Personen, unter
ihnen eine Frau. Auch einige Bürger, die das verrammelte Tor
den Baiern öffnen wollten, sollen das Opfer ihres patriotischen
Eifers geworden sein. 8 Bewohner von Häusern, aus denen
geschossen worden war, wurden ergriffen, unter Stößen und
Schlägen fortgeschleppt und sollten kriegsgerichtlich abgeurteit werden;
doch durch die Fürbitte des katholischen Pfarrers Fröhlicher, der
den General Grafen Beckers kannte, wurden sie nach 24stündiger
Haft, während der sie schon den Tod erwarteten, wieder frei⸗
gelassen. Die Franzosen, welche die im Holzbau wiederhergestellte
Brücke abzudecken versuchten, wurden durch einige Kartätschenschüsse
vertrieben. Die Baiern, welche 19 Tote und 41 Verwundete,
unter ihnen 3 Offiziere, hatten, lagerten sich nach dem Kampfe
zwischen Malstatt und Burbach und plünderten beide Dörfer sowie
Rußhütte völlig aus. Die Bewohner flüchteten in den nahen Wald.
In den Städten spielten sich mittlerweile heftige Kämpfe
zwischen der deutschen und der französischen Partei ab. Die deutsch—
gesinnte Mehrheit der Bürgerschaft hatte keine Lust, die Herrschaft
der Franzosen und ihrer Freunde länger zu ertragen. Eine
Abordnung der Bürgerschaft wandte sich in den letzten Junitagen
an den in der Nähe stehenden russischen Feldmarschall Barclay de
Tolly mit der Bitte, ihre Verwaltungsbehörde, die noch aus
Franzosen bestehe, durch Deutsche ersetzen zu lassen. Am 3. Juli
traf der Feldmarschall in Saarbrücken ein und wurde durch eine
festliche Beleuchtung der Städte begrüßt, die freilich von dem
Stadtrat mißbilligt wurde.
Vermutlich erteilte Barclay die Zusage, den Wunsch der
Bürgerschaft bei den hohen Verbündeten zu befürworten. Am
5. Juli kam die Nachricht, daßz Paris kapituliert habe und
Napoleon geflüchtet sei. Damit war die Aussicht auf einen
besseren Frieden eröffnet, und die Saarbrücker Patrioten wollten
diesmal nicht wieder die Gelegenheit unbenutzt vorübergehen lassen.