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8. Französisch oder Deutsch?
„Am 7. Januar kamen endlich die längst ersehnten Deutschen
und Russen hier an, und zwar mittags gleich nach 1 Uhr, Kosaken
und preußische schwarze Husaren. Unmittelbar vor ihrer Ankunft
sprengten die Franzosen von unserer schönen Saarbrücke zwei
Bogen in die Luft. Die Franzosen hielten sich dann noch während
zweier Tage in Saarbrücken auf, indem sie St. Johann und die
in und um die Stadt stehenden Deutschen aus Kanonen beschossen
und verschiedene davon töteten, darunter auch die zwanzigjährige
Tochter Philipp Kleins. In der Nacht vom 9. auf den 10.
Januar marschierten dieselben endlich von Saarbrücken ab.
Während dieser Zeit waren noch viele Deutsche angekommen, sodaß
die ganze Stadt und die umliegenden Ortschaften voll lagen. Bei
der Kohlwage (Bergfaktorei) wurde über die Saar eine Brücke
geschlagen. Am 10. Januar morgens marschierten sie endlich ab.
Ihnen folgte die ganze schlesische Armee unter dem General
Blücher.“ (11. Januar.)
Blücher wurde hier als Befreier von der französischen
Herrschaft begrüßtt. Da die französischen Beamten die Städte
verlassen hatten, so wurde eine deutsche Verwaltung eingesetzt und
der Verkehr mit dem rechten Rheinufer freigegeben. Der deutsche
Sinn der Bewohner war während der 20jährigen Fremdherrschaft
nicht erstorben und lebte jetzt kräftig wieder auf. Ein patriotischer
Verein wurde gegründet, dessen tätigste Mitglieder der Kaufmann
Heinrich Böcking aus Saarbrücken, der Bürger Lucas und
der Pfarrer Gottlieb von St. Johann waren. Heinrich Böcking
wurde als Bürgermeister eingesetzt. Als er bald nachher sein