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Von den Ereignissen der folgenden Jahre wurden die
Bewohner der Städte in mannigfacher Weise berührt. In den
Jahren 1802 und 1804 wurden Volksabstimmungen über das
lebenslängliche Konsulat und die Kaiserwürde Napoleons abgehalten.
Am 27. September 1806 kam der Kaiser hier an, frühstückte im
„Hirsch“ (in der Obergasse, der jetzigen Schloßstrafze, neben dem
Rathaus) in Saarbrücken und fuhr weiter nach Mainz. Von
seinen Siegen bei Jena, Auerstädt und Friedland, zeugten bald
preußische und russische Gefangene, die hier ankamen. Am 25.
Juli 1807, nach dem Frieden von Tilsit, kam Napoleon wieder
hier an und wurde als „Friedensfürst“ begrüßt. Am Obertor
war ein Triumphbogen erbaut, und hier hatten sich sämtliche
Mitglieder des Tribunals „im Kostüm“, der Maire und alle
Beamten zur Begrüßung eingefunden. Auf der Brücke war ein
zweiter Triumphbogen aufgestellt; weißgekleidete Bürgermädchen
streuten Blumen, und eine von ihnen überreichte dem Kaiser einen
Blumenstraußz. „Se. Kaiserliche Majestät hielt sich unter Musik
und Vivatrufen eine Stunde auf der Post auf.“ Dieser Empfang
stand natürlich unter dem Einfluß der französischen Behörden;
aber von dem Zauber des Napoleonischen Namens blieben damals
nur wenige unberührt. „Was die Kriegsaffären in diesem Jahre
anlangt“, schreibt der Chronist Gottlieb, „so können die hiesigen
Bürger und Einwohner mit Grund behaupten, daß sie Kriegs—
völker von allen Nationen gesehen haben, als Russen, Mamelucken,
Preußen, Polen, Sachsen, Hessen, Schweden, Engländer, Spanier,
Holländer, Italiener, Franzosen, welche alle hier durchpassiert sind;
und ich glaube nicht, daß unsere Alten seit den letzten 500 Jahren
soviele und mancherlei Völker gesehen haben. Unsere Mitbürger
wissen aber auch zu sagen, daß die Einquartierungslast fast un—
erträglich war.“
Am 24. September 1808 reiste der Kaiser durch Saarbrücken
nach Erfurt zu der Zusammenkunft mit dem Kaiser Alexander
von Rußland, bei welcher der französische Schauspieler Talma „vor
einem Parterre von Königen“ spielte.
„Am 4. Mai 1809 wurden die drei St. Johanner Stadt⸗
tore auf Abbruch versteigert, und ist sogleich mit dem Saartore