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Emigranten und den eidweigernden Priestern war der dauernde
Aufenthalt in seinem Lande verboten worden. Sogar den Ver—⸗
wandten seiner Schwiegertochter, der Prinzessin Montbarey, war
die nachgesuchte Erlaubnis abgeschlagen worden. Die französischen
Deserteure hatte er festnehmen, entwaffnen und ihre Montierung
der französischen Nation ausliefern lassen, nach dem Ausbruche des
Krieges an die Verbündeten weder Mannschaft gestellt noch Geld—
beiträge bezahlt, dagegen die französischen Truppen in jeder Weise
durch Lieferung von Frucht und Futter unterstützt.
Im Frühjahr 1793 wurde der Feldzug am Rhein eröffnet.
Die von den Franzosen besetzte Festung Mainz wurde belagert,
andere Truppen zogen durch die Pfalz und kamen bei ihren
Erkundigungen bis in die hiesige Gegend. Am 14. April drang
eine kleine Abteilung Husaren, die zu den Truppen des Generals
von Wurmser gehörte, bei der Verfolgung des Custine'schen Heeres
bis Homburg vor und überfiel die dort liegende französische
Reiterabteilung. Der Schrecken, den sie verbreiteten, war so groß,
daß nicht nur die Reiterei in Homburg, sondern auch mehrere
tausend Mann Infanterie, die in Blieskastel lagerten, eiligst
über die Saar flüchteten.
Jetzt schien ein längeres Verweilen in Neunkirchen für den
Fürsten nicht mehr ratsam. Er mußte fürchten, aufgehoben und
als Geisel mitgenommen zu werden. Schon waren mehrere seiner
Beamten als verdächtig verhaftet und nach Metz gebracht worden.
Der Fürst war in übler Lage. Wenn er entfloh, so hatte er sein
Land verloren; blieb er, so war Freiheit und Leben in Gefahr.
Als Ausweg bot sich eine Badereise, die durchaus unverdächtig
sein mußte, da der Fürst seit mehreren Jahren an der Gicht litt
und in der letzten Zeit völlig gelähmt war. Durch diese Reise
wurde er einstweilen der Gefahr entrũckt; da das siegreiche Vor—
rücken der Verbündeten zu erwarten war, so konnte sich in wenigen
Monaten ein völliger Umschwung vollziehen. Um jedem Verdacht
vorzubeugen, meldete der Fürst dem Nationalkonvent und dem
kommandierenden General seine bevorstehende Abreise nach Baden
und empfing von dem letzteren die nötigen Pässe. Die Abreise
wurde auf den 14. Mai festgesetzt. Dem Erbprinzen, der mit