Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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„Mit dem Wiederaufbau der Brücke wurde im Jahre 1785
begonnen und dieselbe im Jahre 1787 vollendet. Fünf Pfeiler
wurden aus dem Fundament neu erbaut, der sechste wurde auf
sein altes Grundlager gestellt. Die Kosten beliefen sich auf 30 000
Gulden. Die Städte steuerten in den Jahren 1785 und 1786 4400
Gulden bei, die Landgemeinden 1511 Gulden. Die Bewohner der
beiden Städte gaben zu den Kosten des Brückenbaus 400 Louisd'or,
und der Fürst erließ den Bewohner der Städte wie des Landes
das Brückengeld.“
1788 im November begann eine grimmige Kälte, die bis
zum 13. Januar 1789 anhielt, daß viele Bäume in der Mitte
barsten, Menschen und Tiere erfroren. Auch richteten die Wölfe
vielen Schaden an.

7. Revolution und Fremdherrschaft.

Bald nachher stieg im Westen das furchtbare Wetter herauf,
das nicht nur Frankreich verheeren, sondern auch das Schicksal
unseres Grenzlandes durchaus umgestalten sollte. Der französische
Hof war so lange das Vorbild für die Saarbrücker Fürsten gewesen,
daß man die Ereignisse in Paris mit gespannter Aufmerksamkeit
verfolgte. Die Einberufung der Generalstände, die zahlreichen
Flugschriften gegen die feudalen Rechte und das absolute Regiment
mußten hier großen Eindruck machen. Am 14. Juli 1789 wurde
in Paris die Bastille, das Bollwerk des Absolutismus, erstürmt,
und furchtbare Straßenszenen bewiesen die Machtlosigkeit der fran—
zösischen Regierung. Es folgte nun in Frankreich die Abschaffung
der Feudalrechte (4.5. August), unter denen auch ja die Saarbrücker
Untertanen so schwer seufzten.
            
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