Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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Johann Jakob Gottlieb
Magnus Schellenberger.
Als Sachverständiger war Johann Jakob Brand, der Direktor
der Kirchenmusik in Saarbrücken, zugezogen worden.
Im Jahre 1765 stellte sich heraus, daß die Orgel sehr
schadhaft war. Ein Ausschuß der Bürgerschaft, bestehend aus den
Herren G. L. Firmond, Nickel Scherer, Karl Löw, Daniel Sandel,
Daniel Bruch, Georg Löw, Friedrich Mohr, Fr. Georg Simon,
Ludwig Hör, Hutmacher, Christian Schmidt, Andreas Mügel,
Balthasar Schlachter und Thomas Röchling, stellten bei dem
Stadtgericht den Antrag, daß die Orgel gründlich wiederhergestellt
und einige Fußz weit vorgezogen werde, da sie zu tief in dem
Turm stecke, wodurch ihre Klangwirkung beeinträchtigt werde.
Dazu sei eine Versetzung der Kanzel nötig. Die Reparatur wurde
von dem Orgelbauer auf 1600 Gulden angeschlagen.
Im Jahre 1790 erbot sich der Orgelmacher Johann Nollet,
eine Reparatur für 18 Louisdor zu machen. Die Reparatur
wurde von dem Orgelmacher Geib aus Pisstorf begutachtet und
verschiedene Mängel bemerkt. Es kam schließlich zu einem Rechts—
streit vor dem Oberamt. Nollet aber verschwand unter Zurück⸗
lassung von Schulden.
Im Jahre 1806 wurde eine neue Reparatur durch den
Orgelbauer Geib vorgenommen. Die Kosten beliefen sich auf
500 Gulden. Der betr. Vertrag ist unterschrieben von Ch. Rumpel,
Fr. Dryander und Daniel Bruch. Der Orgelbalgtreter Kaspar
Mohr erhielt jährlich 22 Gulden.
Am 13. Oktober 1761 berichtete der Kirchenmeister Johann
Georg Karcher:!)
„Die Kirch samt dem Turm hat die Stadt erbaut, doch
haben der damalige Herr Graf, die verwittibte Frau Grãfin
Christiane, nunmehro Landgräfin zu Homburg, und das Stift
St. Arnual ein Schönes darzu beigetragen. Den Turm und Dach
unterhält die Kirch, die Glocken hat die Stadt bezahlt, die Seil
und Riemen zu dem Klöppel zahlt die Kirch, auch die Schmeer.

1) Er wurde im Jahre 1762 Bürgermeister.
            
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