Full text : Geschichte der evangelischen Gemeinde St. Johann zu Saarbrücken zur 200 jährigen Erinnerungs-Feier der am 24. Juni 1727 erfolgten Einweihung der alten Kirche

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7514 Pfd., sodaß noch 17 Zentner 3380 Pfd. blieben, von denen
der Zentner mit 62 Gulden, das Pfund also mit 18* Albus
berechnet wurde, zusammen 1074 Gulden 22110 Albus. Daju
kamen für Umguß der alten Glochen 70 Gulden 231140 Albus,
sodaßz zu bezahlen waren 1145 Gulden 161330 Albus. Auf
welche Weise dieses Geld aufgebracht wurde, finde ich nicht verzeichnet.
Die bürgerliche Gemeinde war damals mit ihren Geldmitteln gut
gestellt. Im Jahre 1755 betrugen die Einnahmen 5219 Gulden
22 Albus, die Ausgaben 4606 Gulden 2 Albus, sodaß 614 Gulden
20 Albus Bestand blieben.

Über diese Glocken kam es mit dem Zinn- und Glockengießer
Johann Jakob Karcher zu einem Streit, der durch den Fürsten
Wilhelm Heinrich zu Gunsten des letzteren entschieden wurde. Dem
Stadtgericht warf der Fürst vor, daß es weder die Einwilligung
der Bürgerschaft zu der Anschaffung nachgesucht noch die obrig—
keitliche Erlaubnis eingeholt habe. Adolf Köllner berichtet in seiner
Geschichte der Städte (I1 428), daß sich im Jahre 1793 auf der
evangelischen Kirche zu St. Johann drei Glocken von 20,
12 und 5 Zentnern, zusammen 37 Zentnern, befunden haben.
Diese Angabe ist wohl ungenau, da nicht anzunehmen ist, daß
während der 40 Jahre von 1753-1793 noch einmal neue Glocken
angeschafft worden seien.

Am 23. Januar 1736 schlossen die Vorsteher der Stadt
und Gemeinde Sanct Johann mit dem Orgelbauer Romanus
Benedictus Nollet von Luxemburg einen Vertrag, durch den sich
dieser verpflichtete, eine Orgel mit 12 Registern für 700 Gulden,
freie Wohnung in St. Johann während der Arbeitszeit und
5 Klafter Holz zu verfertigen. Der Vertrag wurde unterschrieben
von den Oberschultheißeen Zeisig, Georg Ludw. Fürmond, Konrad
Gottfried, Stephan Löw, Bürgermeister, und Philipp Köhl als
Zugeber. Im Jahre 1737 wurde die Orgel fertig. DieKosten
beliefen sich auf 978 Gulden. Dieser Betrag wurde durch frei—
willige Beiträge aufgebracht. Das Verzeichnis der Beitragenden
ist im Stadtarchio noch erhalten. An der Spitze steht:
            
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