chen geteilt. Als Leiter an das II. System wurde der Rektor
Peter Siegwart, bisher in Fischbach, berufen. Die gJahl der
katholischen Schulklassen beträgt jetzt 23.
Seit dem Jahre 1896 wird Handfertigkeitsunterricht für
Knaben erteilt. 1908 ist ein achtwöchiger Kochschulkursus für
schulentlassene Mädchen abgehalten worden. Im Jahre 1922
wurde der fakultative französische Sprachunterricht eingeführt,
der anfangs vier, 1922 aber nur mehr zwei Klassen umfaßte.
Nach den Bestimmungen der Regierungskommission wurden
1923 zwei sogenannte Sonderklassen mit französischem Sprach—-unterricht
zur Vorbereitung auf die höheren Schulen einge—
richtet. Seit 1920 besteht eine gewerbliche und kaufmännische
Fortbildungsschule.
9. Gesundheitspflege
Bis zum Jahre 1894 wurde Quierschied von Sulzbach aus
ärztlich versorgt. Im Anfang des Jahres 1883 ließ sich Dr.
Senge als praktischer Arzt in Quierschied nieder. Ihm wurde
im folgenden Jahre die Stelle des Armen- und Distriktarztes
übertragen, die bis dahin Dr. Langguth von Sulzbach versehen
hatte. Dr. Senge war bis zum 1. April 1917 in Quierschied
kätig; er war während des Krieges eine Zeitlang zum Heeres—
dienst eingezogen und ließ sich dann in Schiffweiler nieder. An
seine Stelle kam der Knappschaftsarzt Or. Faber.
Seit dem Jahre 1895 unterhielt die Apotheke in Friedrichs—
thal eine Filiale in Quierschied. Seit dem Jahre 1903 befindet
sich eine selbständige Apotheke am Platze, die anfangs von
Hugo Gartz und seit dem Jahre 1911 von dem Apotheker Paul
Weber geleitet wird.
Außerdem dienten im Jahre 1895 der Gesundheitspflege
sechs Schwestern des katholischen Schwesternhauses in Quier—
schied (Franziskanerinnen), ein Heilgehilfe, ein Zahntechniker,
und drei Hebammen. Seit dem Jahre 1808 besteht eine
Sanitätskolonne, die im Jahre 1914 37 Mitglieder zählte.
Dr. Senge hielt wöchentlich eine Unterrichts- und Uebungs—
stunde und in jedem Jahre eine Hauptübung ab. Für die Be—
förderung von Kranken stellte die Bergverwaltung ihren
Krankenwagen zur Verfügung. Das Eigentumsrecht der Ge—
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