330 000 gentnern Förderkohlen aus den Gruben zu Quierschied
und Friedrichsthal unentgeltlich lieferte, von denen monatlich
je 12 000 Jentner abgenommen werden sollten.
Schon im Jahre 1826 war der Witwe J. Th. Köhl von der
Zöniglichen Regierung zu Trier die Erlaubnis erteilt worden,
einen zweiten Schmelzofen nebst den nötigen Nebenöfen zur
Verfertigung von Hohl-und Tafelglas aller Art anzulegen. Bei
der Glashütte wohnten im Jahre 1849 193 Leute (100 männliche
und 93 weibliche Personen) in WHäusern. 1870 wurde die
Blashütte zur Gasfeuerung umgebaut. Am 1. Juli 1907 ging
die Glashütte in den Besitz der Firma Vereinigte Vopelius'-sche
und Wentzel'sche Glashütten zu Sulzbach über. Die Firma
beschäftigte damals 88 Arbeiter in der Hütte. Am 1. April 1909
wurde der Betrieb wegen des schwierigen Absatzes eingestellt
und im Juni 1912 in beschränktem Maße mit 8 Kühlöfen zum
Kühlen von Glaspreßziegeln wieder aufgenommen. Doch bei Be—
ginn des Weltkrieges mußte die hHütte wieder still gelegt werden.
Die entlassenen Arbeiter fanden teils in den Glashüten zu Sulz—
bhach und Schnappach teils in den Kohlengruben Beschäftigung.
3. Der Bergbau
Schon früh scheint man bei Quierschied Kohlen gegraben zu
haben; darauf deutet der in dem Jahrgeding von 14606 vorkommende
Name Kohlwald. Die Kohlengrube in Quierschied,
die von der Fürstlichen Regierung der Glashütke zur Aus—
nutzung überlassen worden war, wurde, nachdem der Pachtvertrag
abgelaufen war, am 2. Juli 1817 von der Preußischen Berg⸗
verwaltung übernommen.
Es wurden nur 14 Arbeiter beschäftigt, die im Jahre 1835
1805 Fuder und im Jahre 1840 nur 1005 Fuder förderten. Im
Jahre 1850 war die Arbeiterzahl auf 22 gestiegen, aber die För—
derung betrug nur 1699 Fuder. 1855 wurden 27 Arbeiter be—
schäftigt, die 138 587 gJollzentner oder 4619 Fuder förderten.
1860 war die Arbeiterzahl auf 13 gesunken, die 80 990 goll⸗
zentner oder 2699 Fuder förderten. Die stärkere Förderung
verdankte man der ECinführung des Maschinenbetriebes; die ge—
ringere Arbeiterzahl im Jahre 1860 ist wohl auf die schlechte
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