richtung des Demgeldes, zugestanden wurde. Diese Verpflichtung
wurde im Jahre 1889 durch eine einmalige Geldzahlung abgeldst.
Der auf die Gemeinde Quierschied entfallende Betrag belief sich
auf 150 000 Mark und wurde in das Staatsschuldbuch ein—
getragen.
Vom Jahre 1797 bis 1815 gehörte Quierschied zu Frankreich
und war der Mairie Heusweiler zugeteilt. Erst durch den zweiten
Pariser Frieden im Jahre 1815 wurde Quierschied von Frank—
reich wieder herausgegeben, mit Preußen vereinigt und ge—
hörte bis zum Jahre 1903 zur Bürgermeisterei Heusweiler. Im
Jahre 1820 zählte man
1. im Dorfe Quierschied
2. in der Glashütte
3. im Jaãgerhaus
4. Thomashütte (Forsthaus)
5. Franzentorhaus (Waldhütte)
b. Göttelbornertorhaus
7. Wackenhübel
19
zusammen 57 Feuerstellen und 347 Einwohner
Für die Entwickelung von Quierschied wurden drei Unter—
nehmungen von grohßer Bedeutung: die Glashütte, der Bergbau
und die Fischbachbahn. Diese Unternehmungen sollen in beson—
deren Abschnitten behandelt werden.
Am 7. Juli 1779 erteilte die fürstliche Rentkammer zu Saar—
brücken dem Gemeindemann Johannes Franz zu Quierschied
einen 18jährigen „Temporalbestand“ zum Betrieb einer Fenster—
glashütte, die Franz auf seinem eigenen Besitz in Quierschied
mit 12 Werkstätten erbauen und 18 Jahre lang mit Steinkohlen
betreiben wollte. Die zum Betrieb nötigen Kohlen sollte er selbst
unter Aufsicht des Berginspektors auf Quierschieder Bann graben,
für allen etwaigen Schaden Ersatz leisten und jährlich dafür
275 Gulden zur Bergkasse entrichten, auch das Grubenholz aus
den herrschaftlichen Waldungen nach der Landeskasse bezahlen.
Seine Arbeiter 5) sollten, sofern sie keine leibeigenen Unker—
2. Die Glashütte in Quierschied
15) Sie kamen zum Teil von Kreuzwald, zum Teil von der Illing'schen
Blashütte zu Merchweiler. Walter Lauer: Die Glasindustrie im Saar—
zebiet 1922 6. 54.
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