Full text : Geschichte der Gemeinde und der Bürgermeisterei Quierschied

Die Jahl der Beitreibungsersuchen für andere Kassen betrug
711, während die hiesige Kasse 508 Beitreibungsersuchen an
andere Kassen abgesandt hat. darunter für 2 gahlungspflichtige
93 Stück.

E. Landwirtschaft und Landeskultur
Landwirtschaft wird im Bürgermeistereibezirk, abgesehen von
ganz wenigen Ausnahmen, nur als Nebenerwerb betrieben. Es
handelt sich zumeist um kleinbäuerliche Betriebe. Das Ernte—
ergebnis war befriedigend.

Eine Viehzählung fand im Jahre 1927 nicht statt.
Der Gesundheitszustand unter den Haustieren war befrie—
digend. Viehseuchen wurden im Jahre 1927 im hiesigen Bezirk
nicht festgestellt.

In gewerblichen Betrieben wurden die Pferde immer mehr
durch Kraftfahrzeuge verdrängt. In landwirtschaftlichen Be—
trieben werden überwiegend Kühe als Zugtiere benutzt. Im
Wirtschafts-Betrieb des hiesigen Krankenhauses wird zur Be—
bauung des Ackergeländes ein Motorpflug verwandt.
Die Mitgliederzahl der im hiesigen Bezirk vorhandenen Ziegen⸗
zuchtvereine ist noch immer gering. Zur Hebung der Zucht beab⸗
sichtigt man blutfremde Ziegenlämmer einzuführen. Die Kleintierzucht
 (Kaninchen-, Geflügel- und Bienenzucht) steht dagegen
sehr in Blüte. Zur Bekämpfung des Ungeziefers und besseren
Durchführung einer Desinfektion wurde vom Geflügelzuchtver—
ein Quierschied eine Kalkspritze beschafft. Die Gemeinde gewährte
eine Beihilfe. Im Monat Januar 1027 fand eine Kreisgeflügel—
zuchtausstellung statt, bei welcher ein großer Teil des Quier—
schieder Geflügels prämiert worden ist.

Dem Obst-und Gartenbauverein Quierschied bringt man ein
großes Interesse entgegen. Seine Mitgliederzahl ist im verflos—
senen Jahre von 170 auf 220 gestiegen. Im Februar 1927 wurde
unter Leitung des ersten Vorsitzenden ein mehrwöchiger Obst—
baukursus abgehalten, an welchem sich 30 Mitglieder beteilig—
ten. Im Monat September veranstaltete der Verein eine Obst-,
Gemüse- und Blumenausstellung. Von 175 Ausstellern erhielten

5

3
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.