Full text : Geschichte der Gemeinde und der Bürgermeisterei Quierschied

zwei Personen aus dem Steuerbezirk Quierschied als Mit—
glieder an.
Nach den Bestimmungen des Friedensvertrages ist den Ge—
meinden das Recht, die Gruben zu den Kommunallasten gemäß
den Bestimmungen des Kommunalabgabengesetzes heranzu⸗
ziehen, versagt. Die Beitragsleistung der Gruben zu den Ge—
meindelasten wird nach dem Werte des Vermögens der Gruben
bestimmt und nach Maßgabe der Belegschaftszahl der Gruben
auf die empfangsberechtigten Gemeinden verteilt.

D. Kassenverwaltung
Die Tatsache, daß die Verwaltungsaufgaben der Gemeinden
in der Nachkriegszeit ganz erheblich gestiegen sind, hat auch bei
der Gemeindekasse naturnotwendig eine Vermehrung der Ar—
beiten zur Folge gehabt. Das von der Kasse geführte Schriftwechselverzeichnis
 weist an Nummern auf: für das Jahr 1925
3520 und für das Jahr 1926 4263.
In den verschiedenen Cinnahmebüchern sind 1925 17 878
und 1926 22 930 Einnahmeposten verbucht worden, während
die Jahl der Ausgabeposten im Jahre 1925 7290 und im Jahre
19260 9989 beträgt.
Der Gesamtumsatz der Kasse belief sich im Jahre 1925 auf
14 052 100,34 Fr. und im Jahre 1926 auf 20444 025,04 Fr.
1925 wurden 1262 Pfändungsbefehle ausgeschrieben und 1026
Fälle durch Zahlung der Schuld an den Vollziehungsbeamten
oder an die Kasse abgewendet. 1926 betrug die Zahl der Pfändungsprotokolle
 und Zahlungsverbote 1531, wovon 1372 Fälle
durch Zahlung der Schuld bzw. durch Einbehaltung vom Ar—
beitslohn oder sonstige Forderungen ihre Erledigung gefunden
haben. Die gJahl der Beitreibungen für andere Kassen betrug
m Jahre 1925 378 und im Jahre 1926 565, während die hiesige
Gemeindekasse im Jahre 1925 322 und im Jahre 1926 437 Beitreibungsersuchen
 an andere Kassen abgesandt hat.
Durch die Vorschußerhebungen infolge der Gegenwarts—
besteuerung ist die Zahl der Erstattungen von Jahr zu Jahr
gestiegen und steht sie in keinem Verhältnis zu der Zahl der
Steuerpflichtigen. Die Zahl der Erstattungen an Einkommens-,

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