Full text: Die Entstehung der Grafschaft Saarbrücken und ihre Geschichte bis auf Graf Johann I. (2)

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Johann und St.. Arnual, ..das „Neu gu t’ genannt; 
ein, welche den Herren von Th e din g en und von Eckes-- 
weiler gehörten. Ausgenommen wurden bei dieſem 
Tauſche die Brüder Volmar und Ulrich von Bredebach 
(Brebach), ſowie in Neunkirchen Henze (Heinrich), Konzen 
Sohn, und Bernewin und Albert, „der Ebelen Sohn“t, 
in Berſchweiler Dolart und Simon. Dies Neugut lag 
alſo zu beiden Seiten der Saar und umfaßte auch einen 
Teil von Brebach; es gehörte wohl zu dem früheren 
Königshof. 
Der Nachfolger Simons IV. war sein einziger Sohn 
Johann I. Dieſer erhöhte die ansehnliche Stellung, die 
er unter den Dynasten des Weſstrichs einnahm, durch seine 
Vermählung mit Mathilde aus dem angesehenen Hauſe 
Apremont, welches ſchon früher in Verbindung mit dem 
Saarbrücker Grafenhauſe geſtanden hatte. In den letzten 
Jahren Simons IV. ſcheint er die Regentschaft für ſeinen 
altersſchwachen Vater geführt zu haben. Von ſtaats- 
männiſcher Einsicht zeugt es, daß er in dieſer Zeit des 
Fauſtrechtes mit dem Grafen Friedrich von Leiningen, 
den Brüdern Eberhard und Walram von Zweibrücken 
und Wirich, Herrn von Dhaun im Jahre 1303 einen 
Vertrag abſchloß, durch welchen sich die erwähnten Fürsten 
verpflichteten, ihre Straßen und die auf ihnen ziehenden 
Kaufleute, besonders die von Regensburg, ſicher zu ge- 
leiten. Es führten nämlich damals zwei wichtige Handels- 
ſtraßen durch Saarbrücken: 1. Die Straße von Metz nach 
Mainz und 2. die Straße, die von Oberitalien über den 
Gotthard nach Straßburg und von da über Saargemünd 
und Saarbrücken nach den Niederlanden führte. 
Bald nachher trat Johann nach dem Tode seines Vaters 
die Herrſchaft Saarbrücken an. Zu derselben Zeit (1308) 
wurde nach der Ermordung Albrechts von Öſterreich 
Heinrich (VII.) von Luxemburg zum römiſchen König 
erwählt. Dieſer sandte den Grafen Johann, ſeinen Ver- 
wandten, 1309 in Begleitung des Grafen Amadeus von 
LAXVI:
	        

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