Full text: 12.1934 (0012)

Warum ist denn au heute aller äußere Druck vergeblih? Im Wesen jedes 
gesunden Mens<en liegt der Drang nah schöpferischer Kraft, Stoßkraft, sic im 
Ceben dur<zuseßen und notwendig als Schuß ihr zur Seite die Widerstandskraft. 
Unsere Welt ist eben kein Paradies, wir müssen kämpfen und keine wirtschaftliche, 
sjeelis;e oder gar politis<e Uot zwingt den Tapferen ins Knie. Sie gerade ruft 
im Gegenteil die Kräfte der Innenwelt wach, das Ringen mit allen äußeren 
Mädten aufzunehmen und dadur< in sich selbst zur Höhe zu steigen und in sich 
zu erstarken bis zur heldis<en Tat. Aud) wir werden unseres traurigen Coses 
Berr werden sc<on dur< die EinsiHt in die Bedeutung der höheren deutschen 
Kultur und des Derantwortungsgefühls, daß wir unsere Ua<hkommen nicht in 
ein unermeßliches Unglück stoßen. Das gilt von den Reichsten unseres Gebietes 
bis zum Arbeiter. Er gedenkt der vielen UMMillionen aus dem notleidenden. Reich 
für unsere sozialen Ziele und fühlt die Wahrheit des Sprichwortes: „Eine arme 
Mutter hat noh immer mehr für ihr Kind übrig als ein fremder UWlillionär.“ 
Die Härte gegen unser innerstes Fühlen sieht an der Saar die bewundernSs- 
werte Würde eines hochkultivierten Dolkes. Und diese Ruhe ist uns allen die 
siherste Gewähr, daß wie einst im Iahre 1815 so auh heute in dem ungleichen 
Ringen zwis<en äußerer Pla<ht und religiös-sittliher Größe die seelis<e Wider- 
standskraft der Heimat siegen wird. 
Dies Feuer wahret tief verborgen, es trägt der großen Tage Glut 
Dur dunkle Ulächte in den Worgen der Däter Stolz, das deutsche Blut. 
Der Führer breitet seine Arme wohl über uns're Sehnsucht aus 
Und leitet uns na< Ceid und Harme ins liebe, alte DaterhauSs. 
S0 klar und schlicht hat er's versprochen, daß hell das Licht dur< Wolken bra, 
Da war der harte Bann gebroden, weil hier die deutsche Seele sprac. 
Die Herzen lasset uns erheben, erflehend, was uns heute fehlt, 
Daß aufersteh' zu neuem Leben, was tausend Iahr die „Saar“ beseelt. 
Wir sehen nur mit dumpfem Schauer der Ohnmacht Fluch und Quälerei, 
Ein jeder Tag ein Tag der Trauer, bis uns're Heimat wieder frei, 
So sorgt, daß alles Sein und Sinnen fortan sich aus dem Klltag hebt, 
Und selbst der Fremde fühl' tiefinnen, daß Deuts<lands Seele in uns lebt. 
Laßt deutsche Geistesflügel rauschen und was man au von uns begehrt, 
Der innern Stimme laßt uns lauschen, die sich für's Daterland verzehrt. 
Bald schmückt uns mit der Freiheit Krone der tiefen Ciebe Feuerbrand, 
Drum dir und deinem großen Sohne nur Heil und Sieg, du deutsches Land! 
Nachklang zum Saarkalender 1934. 
Rosinen sind nicht in dem Kuchen, denn dafür ist zu hart die Zeit, 
Du wirst sie heut' vergeblich suchen von wegen hoher Obrigkeit; 
So ist nun mal das liebe Leben des Saarvolks armer Mensc<enzunft, 
Da hilft kein zappelnd Widerstreben, nur Ruhe macht's und die Dernunft. 
Uns Deutschen scheint wohl man<es maais<, Derbot, Derbot, wohin du tappst, 
Dody, liebes Herz, nimm's nur nicht tragisch, damit du mir nicht übers<nappst; 
Du bist doh wahrlich niht von Pappe, so trage stille Shlag auf S<lag 
Und halte heute deine Klappe, -- es kommt der Tag, es kommt der Tag! 
A. Z. 
]: 
45 
„4 um uf
	        

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