Full text: 10.1932 (0010)

lackiert, von e<ter welſcher Heuchelkunſt eingeſeift und angeſchmiert. Sie ſteht 
als Shylod ſtets bereit und weßet ſhon das Meſſer, ihr Dorbild in der alten Zeit 
verſtand es auch nicht beſſer. 
Wenn heut' in uns das Herz nicht ſpricht, laßt ſprehen den Derſtand, eh' 
fremder Pflug die Sholle bricht und nimmt uns Brot und Cand. Dertraue, Deut- 
ſher, dir allein, was aus der Uot empor dich reißt, ſoll unſer aller Glaube ſein: 
Weit über Staub und Alltag weiſt und wird vom Elend uns befrei'm der deutſchen 
Einheit, Kraft und Geiſt und ihre Tat allein. 
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Wie einen günſtigen Glokenſ<lag der Weltgeſchichte empfand Frankreich der 
„Saar“ gegenüber die deutſ<e Bedrängnis. Wir, im Kufſtieg und Uiedergang un- 
löSbar mit dem Reich verbunden, gequält und bedrückt dur< fremde Fron, leiden 
heute bitter geiſtig und wirtſchaftlich. Unbarmherzig riß das Elend ſhon Tauſende 
ins Derderben. Aber Frankreichs lette engſtirnige Haltung gegen das Reich hat 
nunmehr auch bei uns den wenigen Ewigblinden den Star geſtochen und ſie ſehend 
gemacht. ES iſt hier die Kraft, die das Böſe will und das Gute ſchafft. Die Stunde 
erſheint ihr günſtig, und ſo hörten wir vom Weſten her in all den Iammer hinein 
das ſc<metternde Signal zu neuem Angriff auf die heißbegehrte Grenzfeite. Sie 
wird wieder aufs heftigſte berannt mit allen Waffen der Gewalt und der Liſt, die 
bisher an dem Hagentroß und einem unbeugſamen Dolksbewußtſein zerſc<hellt ſind. 
In der Heimat ſteht jedoH ungebro<hen zu unſerem Glück die Einheitsfront, 
die Zurückſtellung der Parteiwünſche auf die große deutſche Linie. So war es, iſt's 
und wird es bleiben. Wir gedenken des Freiherrn vom Stein, deſſen Grabmal die 
Worte j<müden: „Demütig vor Gott, hohherzig gegen WMenſ<hen, der Lüge und 
des Unre<ts Feind, ho<begabt in Pflicht und Treu, unerſchütterlich in A<t und 
Bann, des gebeugten Daterlandes ungebeugter Sohn.“ Aus ſol<hem Ideal ſprießt 
wohl die Saat, aus der geheimnisvoll uns quillt des Cebens Born, der Geiſt, der 
uns einſt bringen ſoll des deutſchen Feldes reiches Korn. 
Und dieſer Geiſt, von uns erwählt, 
Wir werden ihn in Ehren halten; 
Durdy hundertfac<hes Ceid geſtählt, 
Soll keine Liſt den Sinn uns ſpalten. 
So kehren zu der Mutter wir, 
Sie wird mit tränenfeuchten Wangen 
Ihr Sdhmerzenskind, das Saarrevier, 
ZU neuem deutſhem Glück umfangen. 
Eine Belohnung für Fuc<s:, Marder:, Iltis:, Maulwurf: und 
Fiſc<hfäng«er. Schreiben Sie heute noh eine Poſtkarte an die Firma Rieferle, 
Randegg 924 in Baden. Sie erhalten dort geheime Fanglehren und Sängerkniffe 
völlig koſtenlos und unverbindlich. Auch für Anfänger äußerſt wertvoll, alles ſtaunt. 
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