Full text: 10.1932 (0010)

Das Kriegerehrenmal auf dem Shaumberg. 
Das Kriegerehrenmal auf dem Schaumberg iſt errichtet worden an der Stelle, wo 
am 29. Juli 1944, dem Tage der Ermordung des öſterreichiſc<gen Thronfolgers, der 
Grundſtein gelegt wurde zu einem Ausſichtsturm, deſſen Mauerſtumpf bis vor zwei 
Jahren noh die Kuppe des Schaumberges verunzierte. 1928 begann man mit den Bau- 
arbeiten, nachdem ſchon ſeit 1925 ein Komitee, unter dem Vorſitz des Miniſters Koß- 
mann, die nötigen Gelder geſammelt hatte. 
Der Plan zu dem mäcd- 
tigen Bauwerk ſtammt 
von dem Saarbrücker 
Architekten Gombert. 
Er hatte die Aufgabe, 
Kriegergedähtniskapelle 
und Ausſichtsturm in 
einem zu vereinigen, und 
er hat dieſe Aufgabe ſo 
gut gelöſt, daß ſich dieſe 
ſo verſchiedenen Zwecke 
nicht ſtoßen, ſondern ein- 
drücklich ergänzen. Der 
37 Meter hohe Turm ver- 
jüngt ſich nah oben in 
zwei Abſätzen. Von der 
20 Meter breiten Baſis 
führt eine mächtige Frei- 
treppe zur Kapelle hin- 
ein. Ein zehn Meter hohes 
Kreuz, mit einem vier 
Meter hohen Heilandsbild 
ſ<hmückt den Mittelteil 
des Turmes über der 
erſten Plattform. Die 
einfachen Formen, durch 
keinerlei kleinlichen 
Zierat geſtört, laſſen das 
Bauwerk überaus wuch- 
tig erſcheinen, ohne daß 
es dadur< ſchwerfällig 
wirkt. 
öwei franz. Urteile über das Saargebiet. 
Das wilde und das verſtändige Frankreich. 
„Die Saarländer werden immer zahlreicher, welche die über ihrem Haupt aufgehängte 
Drohung erkennen und ihre Angſt (vor Deutſchland) hinausſhreien würden, wenn ſie 
nicht dem Joche des Peußenſchrekens unterworfen wären.“ 
Jean Revire (Pſeudonym des eifrigſten franzöſiſchen Propagan- 
diſtben Herley im „Journal iddes Frangais de la 'Sarre“, Zeitung für 
Saarfrangoſen, die gar nicht vorhanden ſind.) 
„Prüft man die Einzelheiten des vorgeſehenen Reglements für die Regierung und 
Berwaltung des Saarbeckens, ſo entdeckt man ohne Mühe ſein dreifaches Ziel: den Ein- 
fluß Deutſchlands auszuſchalten, dafür den Frankreichs einzuſeßen, endlich ihm die Mittel 
an (die Hand zu geben, das in Wirklichkeit deutſche 'Land zu entnationaliſieren, zu „ent- 
germaniſieren“, damit am Ende der fünfzehn Jahre die Abſtimmung gegen Deutſchland ſei.“ 
Alcide Ebray, franzöſiſcher Generalkonſul und Geſandter a. D. 
in ſeinem Buche ..Der unſaubere Friede“ (Verſailles). 
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