Full text: 9.1931 (0009)

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ir wiſſen, was uns elend macht, 
Es iſt und bleibt die welſche Sperre; 
Wir ſind als Opfer nur gedacht 
Für Frankreichs Shadern und Gezerre. 
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Es iſt der ganzen Welt voraus 
Mit ſ<lauem Wort und ſchönen Phraſen, 
Dody wäre es hier Herr im Haus, 
Das hieße endlos Trübſal blaſen. 
Da ziemt ſic) wohl ein kräftig Hält, 
5o man uns winkt mit ſüßem Heudeln, 
In Wahrheit fordert die Gewalt, 
Freiwillig uns höchſtſelbſt zu meucheln. 
So oft es an Ss Derhandeln geht, 
Erſcheinen ſie mit tauſend Kniffen, 
Dod) ſcharfer Wind vom Saartal weht, 
Hat's ihnen längſt auch jeßt gepfiffen. 
Er brauſet wild: „Du wagſt zuviel, 
Du kannſt uns -- ſonſt noc? was er- 
zählen; 
Wir kennen nur ein deutſches Siel 
Und ſollen ſelbſt das Cos uns wählen!“ 
„Für Frankreich?“ Ewig bleibt's ver- 
neint, 
Bieß darben nur in tauſend Uösten! 
„Und autonom?“ Wie mir es ſcheint, 
Da ging erſt re<t die Freiheit flöten. 
Das wär' für Frankreich ein Triumph, 
Es hätte uns in ſeinen Händen; 
Wir ſäßen in dem tiefſten Sumpf, 
Und nie wär' unſer Leid zu wenden! 
„So bleibet unterm Dölkerbund!“ 
Zehn Jahre haben wir's ertragen, 
Er ſchlug uns Ceib und Seele wund 
Und lehrte uns Legyptens Plagen. 
Wir wollen vor uns ſelbſt beſteh'n, 
In Trübſal ſi; dur; Treu bewähren; 
Buf ſteilem Pfad zum Reiche gehn 
Im Eichenkranz der deutſchen Ehren! 
Was uns in's tiefſte Herz geſenkt, 
Gereicht uns auch) zum Segen; 
Was uns der Heimat Geiſt geſ<henkt, 
Sei Berold uns auf harten Wegen. 
Wer nur der Mutter Uamen nennt, 
Der fühlt au< ſ<on ſein Saorherz 
klopfen, 
Geduld, wie auh die Sehnſucht brennt, 
Und ſieht viel heiße Tränen tropfen, 
Es kommt der Tag, der uns befreit, 
Er wird von deutſ<er Treue zeugen, 
Wenn wir zu Cob und Dank bereit 
Dor unſerm Gott die Kniee beugen. 
AZ: 
Druckfehlerberichtigung. 
Seite 5, 6. Zeile von unten: Das Geleitwort dieſes Jahrganges, das den Trierer 
Oberbürgermeiſter zum Verfaſſer hat uſw. 
Seite 7: Das Saarvolk kennt kein feige s Weichen. 
' 65
	        

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