Full text: 9.1931 (0009)

Deutſ<ſaarl. Dolkspartei 8176 (11 Siße), die 
Wirtſ<aftspartei 5252 (7 Siße), Deutſhnationale 
2440 (3 Siße), die Kommuniſten 6043 (8 Site), 
die Uationalſozialiſten 1103 (1 Siß). 
Die Bank Gebr. Haldy A.-G. und die Holz- 
großhandlung Gebr. Haldy G. m. b. H, ſtellen 
ihre Zahlungen ein. 
teilten und am 20. Oktober 1919 erſchoſſenen 
Jakob Johannes, wurde an ſeinem Grabe vom 
Derein ehemaliger Angehöriger des Regiments 
Heſſen-Fomburg Ur. 166 abgehalten. Der Dor- 
ſikende Otto Bent betont, daß die Tragödie dieſes 
tapferen Kämpfers erſt dur< die Deröffentlichung 
im „„Saarkalender 1930“ bekannt geworden ſei. 
Heimat und Daterland dürften die Grabſtätte 
dieſes Dulders nie veraeſſen. 
Uovember: Die Franzoſen erklären offiziell, daß 
die Saarkonferenz am 21. Uovember beginnen 
könne. 
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Uovember: Im preußiſ<en. Candtag tritt unter 
dem Beifall aller Parteien Miniſterpräſident 
Braun für die reſtloſe Rückgabe der Saargruben 
in preußiſchen Staatsbeſit ein. Der einzige Jaar- 
ländiſc<he Dertreter im preußiſchen Candtag, Sbg. 
Hillenbrand (3Z.) hält über unſere Wünſc<e und 
Ziele eine flammende, mit Begeiſterung auf- 
genommene Rede 
Uovember: Ua<h dem Beri<t der Regierungs- 
kommiſſion an Genf ſtellt ſi<H das definitive 
Budget des Saargebiets für 1927 auf eine Ein- 
nahme von 464 229 469 Ir. Die Kusgoaben b2e- 
laufen ſich auf 418 528 845 Fr,, mtüwin ein Ueber- 
ſjHuß von 4535 700 831 Ir. 
Der ſchöne Bau des neuen Oblatenkloſters zu Saarbrücken. 
Aufn. M. Wenß 
Die deutſ<e Saardelegation unter Führung des 
Staatsſekretärs a. D. v. Simſon triff in Paris 
ein. 
Uovember: „Reif in der Frühlingsna<ht“, den 
die Saarländer erwartet haben. Briand erklärt 
in der Kammer, daß ſi< die Saarverhandlungen 
nur um rein wirtſhaftlihe und kommerzielle 
Fragen drehen würden. Die politiſche Frage ge- 
höre ni<t in den Komplex der Erörterungen. 
Dieſe Aeußerung wird hier als eine Derhöhnung 
des Saarvolks aufgefaßt. Das Intereſſe an der 
Konferenz iſt damit an der „Saar“ unter den 
Nullpunkt geſunken. Die Bevölkerung verlangt 
zuerſt die Löſung des politiſchen Problems und 
dann die Geſtaltung der ſaarländiſ<en Wirt- 
ſj<aftsbaſis. 
November: Eine Gedenkfeier für den Sdylageter 
Saarbrüßens. den unſ<uldig zum Tode verur- 
Dezember 1929. 
Dezember: Mit der evangeliſ<en Gemeinde St. 
Johann feiern die Glaubensgenoſſen der Groß- 
ſtadt das ſilberne Amtsjubiläum des Pfarrers 
Reichard. Am 24, Uovember 1904 trat er jein 
Amt an der Johanniskir<he an. Ebenſo verehrt 
als glänzender Redner wie als Mann der friſchen 
Tat auf allen Gebieten der Karitas erntet er 
herzbewegenden Dank von allen Seiten. 
Freiheitsglo&en im Rheinland. Die Befreiung 
der zweiten Zone wird überall feſtlich begangen. 
-- Die Pfalz zählt 34 513 Arbeitsloſe. 
Dezember: In einer Verſammlung der Freien 
Bauernſ<aft in Blieskaſtel wird betont, daß die 
Saarlandwirtſ<aft im Derein mit den reichs- 
deutſchen Grenzgebieten Furc<aus in der Lage ſei, 
den Bedarf des Saarvolkes an landwirtſchaft- 
liben Erzeuaniſſen reſtlos zu deen. 
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