Full text: 7.1929 (0007)

Saarkalender für das Jahr 1929 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
Februar oder Hornung 19290 
Wär’ nit de Welt vull großer Narre, 
So hätte m’r hie aach kä ,Sarre“. 
5. Woche [Dat. | 6. Woche Dat. | 7. Woche Dat. s. Woche vat.| 9. Woche Dat. 
Sonntag [3 Sonntag 10 Sonntag ) |17 Sonntag 24 
E F § Montag t: Montag mn Montag 18 | Montag W 
z F Dienstag “s | Dienstag '12 | dienstag 19 | Dienstag |26 
mittwoh, 6 [ mittwoh, 13 | mittwoh, 20 | mittwoeh 27 
Donnerstag 7 | Donnerstag 14 | Donnerstag 21 | Donnerstag 28 | 
[ Freitag ( ( 1 | Fretes | s [ Freitag | 15 | Freitag |22 | Us 
Sonnabend 2 | Sonnab. @ 9 | Sonnabend 16 | Sonnab © 23 | 1:1 
  
  
Einheit und Freiheit. 
„Der Dienst der Freiheit ist ein strenger Dienſt, 
Ihm haben unſ’'re Väter sich geweiht, 
Ihm hab’ auch ich mein Leben angelobt, 
Er hat mich viel gemühet, nie gereut.“ 
Uhland („Herzog Ernſt von Schwaben“, 4. Aufzug, 2. Auftritt). 
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Herz! laß dich nicht zerſpallen Laß nur den Wütrich drohen, 
Durch Feindes List und Spott. Dort reicht er nicht hinauf. 
Gott wird es wohl verwalten; Einst bricht in heiligen Höhen 
Er iſt der Freiheit Gott. 
X 
„Freiheit, holdes Wesen, gläubig, kühn und zart, 
Haſt ja lang erleſen dir die deutſche Art... 
p,. 
Doch deine Freiheit auf. 
Theodor Uörner. 
Max v. Schenckendorff. 
Die Einigkeit iſt die Vorbedingung unserer nationalen Unabhängigkeit. Deshalb hüten 
Sie sich vor der Zerfahrenheit, der unſer deutſches Parkteileben bei der unglücklichen 
Zankſucht der Deutſchen und der Furcht vor der öffentlichen Meinung, bei der byzantinischen 
Dienerei der Popularität, wie sie bei uns eingerissen, ausgesetzt ist. 
Bismarck (Reichstagsrede am 4. s. 1882). 
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„Nicht genug, daß wir von Gegnern und Gläubigern umringt sind, die meisten von 
ihnen sind uns auch ſtaatsrechtlich überlegen, da ihre Verfassungen einer einheitlich- 
kraſtvollen Führung der nationalen Politik günstiger ſinn. Man müßte wirklich mit 
Blindheit geschlagen sein, wenn man nicht sähe: bei solcher Lage der Dinge ist der deutsche 
Einheilsstaat eine Notwendigkeit.“ 
Johannes Haller, Prof. der Univerſität Tübingen (aus ſeiner in Saarbrücken Nov. 1926 gehaltenen Rede). 
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