Volltext: 3.1925 (0003)

daß einer unserer erſten Geſchichtsforſcher, Herr Geheimrat Dr. H. Oncken, 
Profeſſor der Univerſität München, früher Heidelberg, das Geleitwort 
zu der vorliegenden Ausgabe des ſaarländiſchen Jahrbuches geſchrieben hat. Auch 
an dieſer Stelle ſei ihm der Dank dafür zum Ausdruck gebracht, den wir ihm 
alle ſchulden. Seine Worte zeigen, wie er unſere Geschichte kennt und unsere 
Aufgabe erfaßt. Volles Vertrauen zu unserer inneren Kraft klingt durch jede 
Zeile. Sein Ruf zur Tat wird nicht nur geleſen werden, wir wollen ihn ins 
herz ſchließen, einer kraftvollen Durchführung darf er ſich verſichert halten. 
„Wohl dem, der ſeiner Väter gern gedenkt!“ Wie wir ſstolz auf unſere Vor- 
fahren ſind, werden wir uns ihrer jetzt und zu jeder Zeit würdig zeigen. 
Den zahlreichen Mitarbeitern, daheim und in der Ferne, bin ich dankbar 
für die freundwillige Hilfe, die ich überall gefunden habe. Noch ruht im Saar- 
gebiet viel geſchichtlich intereſſantes Material verſtaubt und unbeachtet in Kiſten 
und Kasten, auf Böden und in Kammern; mit mir würde es die Oeffentlichkeit 
begrüßen, wenn das bisher ungehobene Gut einer gründlichen Muſterung unter- 
zogen und verwertet würde. 
Auch bei dieſer Ausgabe reichte der zur Verfügung stehende Raum zu einem 
abgerundeten Bilde nicht aus, an allen Ecken und Enden mußte ich ſorgſam 
abmesſen, um den vielfachen Wünſchen doch in irgendeiner Form Rechnung zu tragen. 
Aber was in Liebe gegeben wird, wendet ſich an gute Herzen und findet wohl 
auch Nachſicht, wenn manches Verlangen unerfüllt bleiben mußte. In jeder 
ſaarländiſchen Hausbibliothek wird jedoch der neue Saarkalender mit ſeinen 
wichtigen Aktenstücken eine Lücke ausfüllen und unentbehrlich sein und bleiben. 
Unfere wertvollen hiſtoriſchen Erinnerungen ergänzt das vorliegende Jahrbuch 
  
  
durch manches liebe Blatt. 
Zum Abſchied drücke [ich dem reiſefertigen, wohlgemuten Boten von der 
Saar die Hand: Wandre hinaus, erzähle allen von unſerm Leben in der Zeit 
der ſchweren Not und bringe allen Freunden und Saarlandskindern 
der alten Heimat treuen Gruß. 
_ Saarbrücken, im Juli 1924 A. Z.
	        

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