Full text: 2.1924 (0002)

Saarkalender für das Jahr 1924. 
  
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Einft aber Parsifal! 
Dann brauſen in edelfter Sitte 
Die Chöre der Kitter Im Saal s 
Und in der deutschen Mitte .; 
Glüht wieder der heilige Gral ! ] . : 
Weimar. ?: 
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offt noch, daß Deutschland gesunde s 
)) Von seinem tiefen Sall! ( s 
Jetzt ſind wir Amfortas, der wunde. fn:..1x / z! ..) ß 
   
  
Dem Norddeutſchen Lloyd-Dampfer „Baarbrücken". 
„LBcharf ſei dein Bug, 
Bicher dein Kiel, 
Feſt deine Wand, 
Haardbrücken ſeiſt du genannt." 
Taufſpruch des Bürgermeiſters N eik e s - Hnarbrücken. 
Btapellauf am 28. Funi 1923. 
Was wir durch Neid erdulden, Derbannung, Haß und Lng, 
Wie Wellen ſoll's zerſchellen an deinem ſtarken Bng; 
Dich ſendet durch die Meere der alten Hanſa Geiſt, 
Du glückhaft Schiff, deſſſ Namen die deutſche Trene preiſt: 
„Bnaarbriicken !" 
Der Zeiten Nacht wird läutern der Herzen wehen Schlag, 
Und deutſcher Glaube tragen uns durch den wirren Tag; 
Bei Hinnbild unſ'res fühlens, geglüht in Weh und Not, 
Und trage deine flagge in's nene Morgenrat, 
„Bnarbräücken !" 
Bo trutze allen Btürmen, die drohend dich umweh'n, 
Mit dir zieht deutſches Hehnen, es wird nicht untergeh'n! 
Nach dunkler Nacht die Sonne, das iſt der Erde Lauf, 
Drum dir in Hturm und Wetter ein hoffensfroh: Glückanf 
„Baarbriäüicken!" A. Z. 
Emm 
Politische Gesundheitsregeln. 
Aus der Erklärung der „Menſchen- und Bürgerrechte", die in der franzöſ. Nationalverſammlung vom 26. Auguſt 1789 
feierlich proklamiert wurden : 
Art. 4. Die Freiheit beitett dariu; daß jeder machen kann, was dem andern nicht tee ſodaß die Ausübung der 
Naturrechte jedes Menſchen nur inſofern Grenzen hat, als ſie den andern Mitgliedern der Geſellſchaft den 
Genuß derſelben Rechte ſichert. 
Art. 7. Der Menſch kann nur angeklagt, verhaftet oder feſtgehalten werden in den Fällen, die von dem Gesetz vor- 
eſehen ſind, und nur in den Farmen, die das Geſetz vorſchreibt. Diejenigen, die willkürliche Befehle ver- 
angen, ausgeben oder ausführen, müſſen beſtraft werden. 
Art. 10. Keiner darf wegen ſeiner Ansichten beläſtigt werden, ſelbſt nicht wegen ſeiner religiöſen. 
Art. 11. Der freie Austauſch der Gedanken und Anjichten iſt eines der wertvollſten Rechte des Menſchen. 
Teben. 
Sei nicht gerne um die Weiber. Denn wie aus den Kleidern Motten kommen, alſo kommt von Weibern viel Böſes. 
Es iſt ſicherer, bei einem böſen Manne zu ſein, denn bei einem freundlichen Weibe. Bibel (Jeſus Sirach Kap. 42). 
Der größte Lump im ganzen Land, das iſt und bleibt der Denunziant. 
Hoffmann von Fallersleben. (Pol. Sprüche.) 
  
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