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Tabelle 50:
Internierte im Lager Trier (Stand Dezember 1948): 3b
SD:
Gestapo:
12
NSDAP:
- Kreisleiter:
14
- Kreisamtsleiter:
1
- Ortsgruppenleiter:
37
-Goldenes Parteiabzeichen:
6
NS-Gliederungen:
-SA:
11
-Waffen-SS:
8
-Allgemeine SS:
11
-HJ:
1
gesperrte Einheiten:
11
Verdacht auf Teilnahme
am Judenpogrom:
13
andere Verdachtsmomente:
22
Summe:
155
Die Spruchkammerverfahren gegen Internierte
und die Auflösung der Lager
Nicht nur die langsame Arbeitsweise der Spruchkammern, sondern auch die durch
die Militärregierung ausgeübte Kontrolle verzögerten die Auflösung der Lager.
Roynette erhob gegen diejenigen Spruchkammerurteile Einspruch, die den Aussagen
der vertraulichen Intemiertenakte widersprachen 36 37 . Die Spruchkammer war aber in
ihrer Urteilsfindung unabhängig, so daß die Berufungsanträge oft nicht den gewünschten
Erfolg hatten 38 . Besonders die Militärregierung in Neustadt machte von
ihrem Einspruchsrecht Gebrauch. Die Folge war, daß im November 1948 noch kein
Spruchkammerurteil Rechtskraft erlangt hatte. Obwohl sich die Situation im Februar
1949 noch nicht wesentlich gebessert hatte, äußerte Wolf gegenüber Junglas Verständnis
für die Haltung der Militärregierung: Die Begründung zur Ablehnung von
seiten der Militärregierung war meist stichhaltig ... Der größte Teil der Urteile war
so mild, daß auch Sie die Vorlage bei der Militärregierung als bedenklich angesehen
hätten 39 .
36 LHA KO 856 A/25.
37 GMRP/EPU 10031: Roynette, 27.12.1948; LHA KO 856 A/69.
38 Ein Beispiel: LHA KO 977 11/211-225.
39 LK/Pfalz: Wolf an Junglas, 7.2.1949; LHA KO 856 A/141.