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1. Personen, die beschuldigt wurden, Kriegsverbrechen begangen zu haben - diese
wurden vor französischen Militärgerichten angeklagt;
2. Personen, die aufgrund eines ausdrücklichen Befehls der Sürete inhaftiert worden
waren;
3. Personen, die aufgrund der Januardirektive 1946 automatisch interniert worden
waren;
4. Personen, die als Minderbelastete angesehen wurden und die nach einer Überprüfung
gegebenenfalls freigelassen werden konnten 13 .
In den beiden rheinland-pfälzischen Lagern Diez und Landau befanden sich im
Sommer 1947 etwa 1.100 Nationalsozialisten, die als geringer belastet galten.
Tabelle 47:
Internierte der Kategorie III in Rheinland-Pfalz (Sommer 1947): 14
NSDAP:
- ohne Rang: 333
- bis Zellenleiter: 257
NS-Gliederungen:
- SA (bis Hauptsturmführer): 356
- NSKK (bis Hauptsturmführer): 41
- HJ (bis Obergefolgschaftsführer): 57
- DJ (bis Hauptfähnleinführer): 12
- BDM (bis Gruppenführerin): 42
RAD (bis Oberarbeitsführer): 4
Summe: 1.102
Untersuchungsrichter Roux hatte in Diez die ersten 400 Interniertenakten angelegt,
als er im Oktober 1947 nach Südbaden versetzt wurde. Laffon versprach aber, die
Richter Chalret und Latte dem Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung zu stellen, sobald
sie ihre Arbeit im Saarland beendet hatten. Anfang November 1947 nahmen sie
ihre Arbeit in Diez auf 15 . Bis Jahresanfang 1948 hatten sie alle Hauptschuldigen und
Schuldigen bis auf die Mitglieder der gesperrten Einheiten untersucht.
13 GMRP/EPU 5736: Roynette, 8.10.1947; AOFAA DG AP c.233 p.51. Siehe auch die Mitteilung des
Contröleur de la Süretd an seine Commissaires, 29.10.1947; AOFAA RP c.l 125. Die höchsten Ranginhaber
waren Standartenführer der Allgemeinen SS, Brigadeführer der SA, Oberführer der NSKK und
Hauptbannführer der HJ; CCFA/SUR/PG/CAM 935: Andrieu an Laffon, 30.6.1947; AOFAA DGAP
c.3302 p.91 d.2.
14 CCFA/SUR/PG 1005: Laffon an die Ländergouvemeure, 7.7.1947; AOFAA DGAP c.3306 p. 115.
15 CCFA/CAB/C 10887 u. 11180: Laffon an Hettier de Boislambert, 26.10. u. 5.11.1947; AOFAA DGAP
c.233 p.51 u. c.232 p.48.