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Tabelle 32:
Vorsitzende und Öffentliche Kläger der Spruchkammern Koblenz, Montabaur, Mainz
und Trier (Ende 1948): 22
Regierungsbezirk Koblenz:
SprK I: Vorsitzender Fahr, Öffentlicher Kläger Linowski
SprK II: Vorsitzender Wallauer, Öffentlicher Kläger Janssen
Regierungsbezirk Montabaur:
SprK I: Vorsitzender Driesch, Öffentlicher Kläger Dehe
SprK II: Vorsitzender Kaesberger, Öffentlicher Kläger Schneider
Regierungsbezirk Mainz:
SprK I: Vorsitzender Vogt, Öffentlicher Kläger Rossmann
SprK II: Vorsitzender Bernhards, Öffentlicher Kläger Walther
Regierungsbezirk Trier:
SprK I: Vorsitzender Buchholz, Öffentlicher Kläger Torgau
SprK II: Vorsitzender König, Öffentlicher Kläger Weber
Zum Vizepräsidenten der Spruchkammer Rheinland-Pfalz mit Sitz in Neustadt wurde
Oberlandesgerichtsrat Otto Eberhard ernannt. Leiter der Ermittlungsabteilung wurde
Ludwig Schlenz, Leiter der Personalabteilung Friedrich Wilhelm 23 . Bis Anfang Oktober
1947 waren die meisten Mitglieder der 13 pfälzischen Untersuchungsausschüsse
gefunden worden. Es dauerte aber noch einige Wochen, bis die Genehmigungsschreiben
aus Koblenz eintrafen 24 . Die Rechtsmittelabteilung der Spruchkammer
hatte bereits im August 1947 unter dem Vorsitzenden Eberhard und dem Öffentlichen
Kläger Wolf zu arbeiten begonnen 25 . Die Zahl der Spruchkammerabteilungen
wurde in der Folgezeit vergrößert, obwohl es immer schwieriger wurde, geeignete
Juristen zu finden - Wolf hatte bereits im Oktober 1947 den Mangel an Opferfreude
beklagt 26 . Im Mai 1949 arbeiteten in Neustadt drei Abteilungen der
Spruchkammer I und zwölf Abteilungen der Spruchkammer II 27 . Die Behörde des
stellvertretenden Landeskommissars Wolf war dagegen eher spärlich besetzt. Zu
Beginn mußte Wolf mehrere Monate kämpfen, bis die Gehälter des Spruch22
Genehmigungsschreiben der Militärregierung: AOFAA DGAP c.3306 p. 115; LK: Aufstellung, o.D.;
LHA KO 856 A/149.
23 LK/Pfalz: Vermerk, 5.11.1947; LA SP R 18/40. Eberhard war zuvor stellvertretender Vorsitzender des
PSR, Schlenz (KPD) Mitglied der ZSK und des PSR gewesen. Später wurde Oberamtsrichter Herbert
von Bardeleben zum Leiter der Rechtsmittelabteilung ernannt; LA SP R 18/115.
24 Genehmigungsschreiben der Militärregierung: AOFAA DGAP c.3306 p. 115; LK/Pfalz: Vermerk,
13.12.1949, u. Arbeitsbericht, 31.12.1950; LA SP R 18/348. Auf der Pressekonferenz am
22. September 1947 appellierte der neue Oberregierungspräsident Bögler an die Parteien, den Streit um
die Besetzung der einzelnen Posten zu beenden; LA SP H 13/97/113-138.
25 LK/Pfalz: Wolf an Junglas, 30.7.1948, u. Vermerk, 13.12.1949; LA SP R 18/40 u. 340.
26 "Die Rheinpfalz": Das neue Spruchkammerverfahren - Interview mit dem I. Öffentlichen Kläger
Dr. Gerhard Wolf, 1.10.1947; LK/Pfalz, Arbeitsbericht, 31.12.1950 (Anm. 24).
27 LK/Pfalz: Referatseinteilung, 1.12.1948 u. 4.5.1949; LA SP R 18/52 u. 115. In den pfälzischen
Spruchkammerorganen arbeiteten mehrere Personen als Vorsitzende oder Öffentliche Kläger, die bereits
in den ZSK oder im PSR unter Koch tätig gewesen waren: Fritz Breier (CDU), August Fuhrmann
(SPD), Theo Höffner u. Hans Wulf (CDU).