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bereits 20.000 Fragebögen von der IHK verteilt worden 165 . Die Konstituierung der
Untersuchungsausschüsse zog sich länger als erwartet hin; noch Ende Januar 1946
stand ihre endgültige Zusammensetzung nicht fest. Die Wirtschaftsabteilung machte
dafür in erster Linie die Gewerkschaften und die Berufsverbände verantwortlich: Deren
Personal Vorschläge seien nur sehr zögerlich eingetroffen und meist unvollständig
gewesen 166 . Nachdem die Militärregierung eine Beschleunigung der Arbeit angemahnt
hatte, konnte Koch am 13. Februar 1946 die definitive Mitgliederliste der 15
Untersuchungsausschüsse bekanntgeben 167 . Eine Liste der Mitglieder der beiden ZSK
war bereits im Januar der Militärregierung zur Genehmigung überreicht worden. Für
die Posten des Vorsitzenden waren keine qualifizierten und politisch unbelasteten
Wirtschaftsbeamten gefunden worden. Nach Rücksprache mit Magniez ernannte
Koch daher zwei in Wirtschaftsfragen kundige hohe Justizbeamte 168 . Am 20. Mai
1946 stimmte General Bouley den Personalvorschlägen Kochs für die beiden ZSK-Wirtschaft
zu 169 .
Tabelle 14:
Mitglieder der ZSK-Wirtschaft (Mai 1946, unvollständig):
- als Vertreter der Wirtschaftsverwaltung:
Wilhelm Wagner, Oberlandesgerichtsrat Theo Höffner, Oberamtsrichter
Feldbausch und Katz (IHK Ludwigshafen);
- als Vertreter der Unternehmerschaft:
Hans Wulf, Otto Gümbel, Ignaz Roth und Hess;
- als Vertreter der Ingenieure und leitenden Angestellten:
Karl Thönessen, Hans Lohmeyer, Wilhelm Wiss und Dreisbach;
- als Vertreter des Meisterpersonals:
Philipp Kessler, Valentin Kaul und Möhler;
165 Aufstellung der Firmen, die am 2. Januar 1945 mehr als 50 Beschäftigte hatten, o.D.; LA SP H
13/1041/87-96. IHK LU: Sonderrundschreiben, 20./26.11.1945 u. Rundschreiben Nr. 6/45, 5.12.1945;
IHK LU/Statistische Abteilung an die Industriebetriebe in Hessen-Pfalz, 22.12.1945; LA SP H
13/1041/76 u. 72; ORP/Abt.II: Summerer an die Landräte u. Oberbürgermeister, 3.1.1946;
GMPA/AA/INT: "Epuration du personnel allemand", 4.1.1946; LA SP H 13/1041/5 u. AOFAA DGAP
c.233 p.51.
166 ORP/Abt.II: Bericht Summerers an Pieper, 30.1.1946; LA SP H 13/731/206. Siehe auch: ORP/ZSK:
Bericht über die Sitzung des Ausschusses für die Bildung der Untersuchungsausschüsse, 18.1.1946;
LA SP H 13/1058/296-300.
167 GMPA/AA/INT 791: Magniez an Koch, 12.2.1946; ORP/Koch, 13.2.1946; LA SP H 13/743/399 u. H
13/731/205. ORP/ZSK-Wirtschaft: Personalliste der Untersuchungsausschüsse, o.D.; LA SP R 18/21.
Für die Situation in Pirmasens und Zweibrücken: AOFAA RPP c.2303 p.3 u. c.988 p.4.
168 Als Vorsitzende schlug Koch für die Pfalz den Richter Theo Höffner, für Rheinhessen den Generalstaatsanwalt
Emst Doller, den späteren Nachfolger Kochs als Oberregierungsvizepräsident, vor;
ORP/Koch an Magniez, 12.1.1946. Die Zusammensetzung der ZSK änderte sich noch mehrmals;
Koch, 15.3.1946; LA SP H 13/731/421 u. H 13/732/1046.
169 Im Erlaß Nr. 69 der Militärregierung vom 20. Mai 1946 wurden insgesamt 14 Namen für die ZSK-Wirtschaft
Neustadt und 16 Namen für die ZSK-Wirtschaft Mainz genannt; AM Nr. 36/46 (13.7.1946),
S. 339, u. LA SP H 13/744/19 lf. Von den 25 Mitgliedern arbeiteten im Oktober 1946 noch die Hälfte
in den ZSK-Wirtschaft weiterhin mit; ORP: Vortrag von Koch im ZSK-Wirtschaft, 18.10.1946; LA SP
R 18/21.