Full text: Studien zum Meistersinger Jörg Schiller

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Stollenmelodie 
3) Süßer Ton (b vorgezeichnet)14): 
f a a hJ4)cc 
c c c c c chch a 
a h c h a gf e 
faahac/?a 
agahccahat/f 1 
fffggagfe 
f a a h c c c 
c c c c c c 
Danach Wiederholung 
der Stollenmelodie 
Abgesang. 
Diese Puschmansehen Notierungen sind nun nicht etwa, auch 
wenn ich sie hier in der Reihenfolge zuerst bringe, damit als 
die maßgeblichsten zu betrachten. Ich steile sie voran, um da¬ 
ran G. Münzers Urteil über die J. Sch.’schen Melodien15 16) an¬ 
schließen zu können und! dann zu untersuchen, inwieweit G. 
Münzer Zutreffendes sagt. Wir werden nämlich noch sehen, 
wie verschieden die einzelnen Melodien J. Schs. überliefert 
worden sind, und wie es kaum möglich ist, aus den Varianten 
die wirklich älteste und damit Schillersche Gestalt der Melo¬ 
dien herauszufinden. G. Münzer legt die Puschmanschen Auf¬ 
zeichnungen im wesentlichen seinen Urteilen zu Grunde und 
hat von dieser Basis aus, was J. Sch. anbetrifft, recht. Pr 
druckt von unserm Meistersinger als eins der hervorhebens¬ 
werten Beispiele des „Singebuches“ nur die Maienweise ab1(!) 
— er bringt ja überhaupt nur 1/3 der Melodien der Pusch¬ 
manschen Sammlung — und schreibt dann15): 
„Jörg Schiller. Die Maienweise dieses beliebten Meisters 
ist ein auffallend lebhaftes Gebilde: die Melodie springt wie 
kaum eine zweite. Am besten einfach als G-moil zu deuten, die 
14) E. Bohn, der die Vorzeichnung nicht angibt, liest dafür 
die Anfangszeile gleich „f a ¿a b c c“. 
13) G. Münzer a. a. O. S. 1'8- 
16) Derselbe. S. 46.
	        
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