Full text: Studien zum Meistersinger Jörg Schiller

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von Aretin“0), W. C. Grimm, v. d. Hagen01), Adelung, J. v. 
Görres'*2), C. Haltaus'53), Gervinus64) u. a. m. 
60) Joh. Chr. v. Aretin, Beiträge z. Gesell, u. Literatur, IX. Bd., 
München 1807, S. 1182/3: „Des Schillers (Hof)ton von 14 Reimen; in 
den ersten zehn Versen völlig der Strophe ähnlich, die nach dem 
Herzog Ernst, Ecken Ausfahrt usw, benannt wird . . . 
61) Wilh. Carl Grimm und v. d. Hagen in „Neuer literarischer 
Anzeiger“ 1807 Nr. 47 Sp. 742 und 1808 Nr. 7 Sp. 100. Es handelt sich 
hier um einen Beitrag W. C. Grimms zu einem „Verzeichnis der Dich¬ 
ter des Mittelalters“, bei v. d. Hagen um einen Aufsatz über „Minne¬ 
lied und Meistergesang“. Grimm wirft die Frage auf, ob J. Sch. mit 
einem Georg Schüler identisch sei (!); von der Hagen identifiziert 
Schillers Hofton mit der „Herzog Ernsts- und Bernersweise“ (siehe 
vorige Anm.), ein Irrtum, der schon bei einer ganz oberflächlichen 
Vergleichung der Verszahl beider Töne hätte behoben werden können. 
Auch die Melodie des Herzog Ernst-Tons, wie sie E. Bohn (s. u. 
S. 96) mitteilt, zeigt keine Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit 
J. Schs. Melodie zum Hofton, Vergl. „Anhang“ J. Er kommt dadurch 
allerdings zu dem ganz erwägenswerten Schlußergebnis; Schiller ist 
für ihn einer „von den schulfreien Meistersingern“ (eine These, die 
uns noch an anderer Stelle, anders begründet, beschäftigen wird), 
allerdings mit dem Nachsatz: „die die altepischen Nationalgedichte 
fortsetzten“. 
62) J. v. Görres, Die altteutschen Volks- und Meisterlieder aus 
den Hss. der Heidelb. Bibi., Heidelbg. 1817, J. XXXIV: Er zählt nur 
3 Töne J. Schs. nach der Heidelb. Hs. 392 auf, J. Sch. Zug. Maien- 
weise und Sanfter Ton. Nach Bartsch a. a. 0. dagegen weist diese Hs. 
folgende Schillertöne auf: Hofton, Maienweise. Reien, Thronweise. 
Sanfter Ton und das Barat (— die handschriftliche Form ist „parat“). 
Auch ich finde im Original die Bezeichnung „Im J. Sch. Zug“ nirgends. 
Vergl. auch noch den „Katalog der Hss. der Universitätsbibi. Heidel¬ 
berg“, Bd. I, zu cod. pal. gerra. 392. Vielleicht meint Görres damit den 
Hofton, den er gar nicht aufzählt, den er aber wohl nicht gut über¬ 
sehen konnte, da er in der Hs. 392 allein 5 X vorkommt, dagegen die 
von ihm erwähnte Maienweise nur 2 X- der „sanfte Ton“ nur 1 X- 
Oder sollte es irgend eine Verwechslung mit Frauenlobs Zugweise 
sein, die in dieser Hs. ebenfalls vorkommt? 
63) C. Haitaus, Das Liederbuch der Clara Hätzlerin, Quedlin¬ 
burg u. Leipzig, 1840. Dieser spricht sich S. XL dahin aus, daß Meister¬ 
singer wie J. Sch. u. a. dem Anfang und der Mitte des 15. Jhdts. an¬ 
gehören; S. XVJ will er — m. E. fälschlicherweise (s. u.) — 3 Ge¬ 
dichte des Liederbuchs der CI. H. dem Jörg Schiller zuweisen; S.XXXI 
schließlich rühmt er das einzig echte Schillergedicht dieser Sammlung 
als „eins der schönsten der Sammlung“ und erwähnt das Vorkommen 
Schiilerscher Gedichte in den Vatikanischen (d. h. jetzt wieder Hei¬ 
delb.) Hss. 680 und 392; ebenfalls weist er auf die beiden Aufsätze 
im „Neuen literarischen Anzeiger“ hin. 
64) G. G. Gervinus, Gesch. d. deutschen Dichtung, 6II, 1871 
S. 451. 
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