Full text: Studien zum Meistersinger Jörg Schiller

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bayr. Archiv), den „Ouellen und Erörterungen zur bayrischen 
Geschichte“, den „Chroniken der deutschen Städte“ usw. in 
größeren Massen veröffentlicht sind. Hierin begegnen wir 
des öfteren dem Namen „Schiller“, ebenso auch in Handischrif- 
tenkatalogen, sogar einmal im „Gothaischen Genealogischen 
Taschenbuch“. Man kann den Namen zurückverfolgen bis in 
die Zeit des Aufkommens von Familiennamen. Lediglich indi¬ 
vidueller Beiname scheint er mir noch zu sein in Belegen wie 
Otto der Schilehenta14), Berthold der Alte Schilcher15) u. a.; 
ausdrücklich betont wird dies in den Fällen: AJbrecht von 
Rechperk der Schiller genant16), Hanns Kempnnter genant 
SchilchÄcns17), Conradt Mayer genant Schilher18); schließlich 
findet man auch noch Zusammensetzungen wie z. B. Frid. der 
14) „Quellen u. Erürt. z. ba3rr. Gesell.“ I (1856), 78: Zeugenname 
in dem Schenkungsbuch des Klosters Sankt Emmeram zu Regensburg 
für 1095 — 1143. — Aus dem Jahre 1207 ist ein Name „Henricus de 
Scilarn“ überliefert (M. B. 28,2 S. 274); dazu stellt sich vielleicht der 
Ortsname „Schilhara “(a. 903 erwähnt) JM. B. 28, 2 S. 202.] Dann aber 
würde dieser „Henricus“ nicht mit unter unsere Aufzählung fallen? 
(Mon. Boica 28, 2 = Codd. traditionum Pataviensis ecclesiae). 
15) Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adligen Häuser, 
Alter Adel u. Briefadel 1923, 17. Jg. S. 543: Stammvater des aus Ober¬ 
bayern stammenden katholischen Adelsgeschlechts, auf dem Sedelhof 
in Birkland, * um 1380, y nach 1454. Im 4. Jg. desselben Taschenbuchs 
(1910) wird die ganze Stammreihe angegeben, darunter 3 X Hans Schil¬ 
cher. dann ein Augustin, ein Sebastian, ein Jacob Sch. usw. 
16) M. B. 40 (Mon. Episc. Wirziburg.), S. 520f, Urkunde Nr. 233 
vom 30. IX. 1343 „A. v. R gibt dem Hochstift sein Dorf u. Ge¬ 
richt auf und empfängt selbes als rechtes Mannslehen“. 
17) „Die Chroniken d. dtsch. Städte vom 14.—16. Jhdt“, V: Die 
schwäbischen Städte: Augsburg T —11, Lpz. 1865/66, S. 249 (Augsburger 
Ratsdecrete V, 193b): Schilchhans, Hauptraann der Augsburger im 
Krieg der Stadt gegen Bayern, a. 1462. Yergl. ebenda, S. 338 mit A. 
9., ferner Andr. Fel. Oefelius, Rerum boicarum scriptores, München, 
Tom. I, 1763: 284 b. 290 a.b. 
18) Ze Witensheim; M. B. XVII (1806) enthält die Mon. Scham- 
hauptensia, eines Ortes bei Altmanstein in der bayr. Oberpfalz; „vnter 
der burger Sigell zu Manheim“ (= Monheim in Schwaben), a. 1491.
	        
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