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bettn so belogen hätte. Sie antwortete: „Ich wäre gerne heim gewesen."
— Der Zeuge verbreitet sich dann unter Anderm in längerer Rede
auch über seinen Standpunkt zum Wunderglauben; er betont, dak er
mit einem gewissen Favor, mit Neigung zum Glauben an
die Wirklichkeit der MarpingerErscheinungen,an deren
Untersuchung herangetreten sei. An die Marpinger Erschei.rungen aber
glaube er (der Zeuge) nicht; die Lügen der Kinder hätten ihm das unmöglich
gemacht. Er habe sich nämlich gefragt: „Warum sollte die
Gottheit sich zur Verwirklichung ihrer Absichten solcher Kinder bedienen,
welche im Lügen eine Frechheit und Impertinenz zeigen, wie ich sie noch
nie bei sinem Verbrecher gesunden habe?" — Zeuge versucht dann in
längerer Darlegung seine Verurtheilung der Kinder nnd der ganzen
Sache zu begründen.
Präs.: „Wir möchten nicht weiter auf Ihre Gefühle eingehen;
die Kinder haben bald so bald s o referirt, genug, nach Ihrer Ueberzeugung
haben die Kinder Sie von Anfang bis zu Ende in solcher Weise
belogen und so frech die Lügen vorgetragen, wie Sie es bei keinem Verbrecher
gefunden haben."
Zeuge bemerkt weiter: „Dem Pastor Neur., der ihm immerein
sympathischer Mansch gewesen und es auch jetzt noch sei, habe er später
in Schisfweiler in Gegenwart des Pastors Rath und einiger anderen
Geistlichen das Ergebniß seiner Verhöre mitgetheilt und ihm in nachdrücklichster
Weise den Stand der Sache klar gemacht. Herr Neur. habe
darauf gesagt: „Und wenn das Alles wahr ist, was Sie sagen, ja,
wenn Sie mich versicherten, daß die Kinder, seitdem sie von der Sache
sprechen, nur die Unwahrheit gesagt, so glaube ich doch an die Erscheinung.
„Das war eben, sagt Zeuge, bei Neur. ein unbegreiflicher
Glaube."
Aus Befragen des Präsidenten an den Pastor Neur., ob er in
Schisiweiler gewesen, und die Erklärungen des Dr. Strauß gehört, erwiderte
er: „Ja."
Pastor Schneider ist ebenfalls zugegen gewesen. Er erklärt, auf
seine Bemerkung den Kindern gegenüber: es sei ja doch ausfällig,
daß die Muttergottes in sitzender Stellung ihnen erschienen
sei, hätten sie erwidert, wenn sie dieselbe ansähen, so sähen sie die
Erde nicht." Diese Antwort sei für ihn von der größten Bedeutung
gewesen, und weitn er dieselbe erörtern wollte, so müßte er in das
Gebiet der Mystik eintreten.