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ein gutes Zeugnis; gibt, soweit sie nicht bestraft sind wegen Gewerbebetriebs
ohne Konzession; von meiner Seite ist also bereits das Nöthige
geschehen. Sekretär! Verlesen Sie den Bericht!"
Sekretär liest: „Marp. den 8. Oktober 1876. Zu den Untersuchungsakten
belr. die Enthüllungen bezüglich der sogenannten Muttergottes-Erscheinungen
berichtet der Unterzeichnete: „In Folge mir gewordenen
Auftrages kam ich nach Marpingen, um da den Charakter
und die Schwächen der dortigen Bevölkerung kennen zu lernen. Ich trat
ans als Schriftsteller und Irländer. Durch die Geistlichkeit ist
der Boden völlig unterwühlt. In Sr. Majestät erblickt es nicht
mehr den Landesvater, sondern den Unterdrücker des kathol. Glaubens,
ebenso in der Regierung; man wünscht die Franzosen herbei, um unter
deren Herrschaft zu kommen; dabei aber ist das Volk entsetzlich feige.
zu den Gensdarmen (Sekretär stockt im Vorlesen, da die
Schrift undeutlich zu sein scheint.)
Präs.: „Lassen Sie es Herrn v. Hüllessem überreichen, der hat es
ja geschrieben."
Verth. Bachem: „Ich höre ihn auch noch lieber ans dem Munde
des Herrn v. H ü l l e s s e n."
v. H. liest: „Daher Vernehmungen, selbst zeugeneidliche, nur dann
von Erfolg sind, wenn man im Stande ist, die Leute mit der
Anzeige eines von ihn; begangenen Vergehens zu bedrohen."
Verth. Bachem: „Das genügt. — Ich gestatte mir nun die
Frage, welches von den 3 Kindern hat der Zeuge als das ain wenigsten
befähigte erachtet? Ist cs richtig, das; er die Susann« L eist als die
Dummile erachtet hot?"
Zeuge: „Ich glaube, ja."
Bachem: „Die Vertheidigung hat rin Interesse daran, zu konstatiren,
das; der Zeuge Kleber die Hubertus als die geistig Schwächste
bezeichnet hat." Bachem fragt weiter, ob es richtig sei, dast der Zeuge
sich dahin ausgesprochen habe, daß die Geistlichen die Anstifter des
„Angriffes" auf die b e w a f f n e t e M a ch t s e i n f o l l e n — jenes
Angriffes, der sta tgefunden haben soll, nach den Verhandlungen am
Kölner Landgerichte aber nicht stattgesnndeit hat."
Zeuge sagt nach einigem Besinnen, er gebe zu, das; der Ausdruck
in einem seiner Berichte vorkomme.