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Verth. Bachem: „Ich möchte mich betn anschließen."
Der Zeuge Remelo gibt hierauf ein Bild der verschiedenen Verhöre,
die er mit den Kindern angestellt habe, und bei denen immer neue
Widersprüche sich ergeben hätten.
Verth. Simons: „Ich bitte, den Zetigen zu fragen, welchen Eindruck
die Kinder auf ihn machten; ob er ihnen etwa einen verschmitzten,
verworfeneit und verlogenen Charakter zugetraut"
Zeuge: „Eines der Kinder schien mir geistig weniger entwickelt,
nämlich die Leist. Die 2 anderen dagegen gaben ihre Antworten außerordentlich
klar und bestimmt, sie sahen mich unbefangen an, und machten
auf mich gar keinen schlechten Eindruck, namentlich auch nicht
den Eindruck der V e r l o g e n h e i t und D e r s ch m i tz t h e i t; sie
sahen mich so an, wie Jeder, der ein gutes Gewissen hat."
Präs.: „Also bleibt nur der Widerspruch in den Aussagen."
Zeuge: „Ja."
Die Vertheidigting läßt hieraus durch den Zetigen kottstatiren, daß
Herr Pastor Neurettter während der in Marpingen geführten Untersuchung
erschienen sei unb seiner Freude darüber Ausdruck gegeben
habe, daß nunmehr Klarheit in die Sache kommen solle. „Wenn ich
meinen Eindritck wörtlich wiederholen soll," sagt Zeuge, „so ist es der,
daß Neureuter aus dem Bewtlßtsein des guten Gewissens gesprochen
hat." — Auf die Frage des Präsidenten, ob Neur. das nicht
im Spott gesagt haben könne, antwortet Zeuge mit einem entschiedenen
„N ein!"
Emil Kleber, Landgerichts-Assessor in Köln: „Ich habe die Kinder
mehrfach verhört und konstalire, daß dabei vielfach Widersprüche zu
Tage getreten sind; schließlich hat das eine gesagt, die Kunz habe
Alles erfunden und es den anderen mitgetheilt: dies haben alle zugestanden.
Bei einer Vernehmung im Juli 1877 in Tholey bestritt
dagegen die Leist im Beisein ihrer Eltern wieder Alles; ich verlas ihr
das Protokoll ihrer Vernehmung von früher, und sie sagte, Alles, was
da geschrieben sei, sei falsch, sie sehe die Mutter Gottes jetzt wieder
täglich. Auch die Kunz und Hubertus nahmen ihren Widerruf zurück.
Im Febrttar d. I. habe ich sie wieder verhört und dabei die Broschüre
des Vikars Dicke aus Minden mit ihnen durchgegangen, wobei
sie erklärtett, daß alle daritt angegebenen Thatsachen auf Wahrheit
beruhten. Beim Widerruf hattett sie aber zugegeben, sie hätten