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daß er daher jedenfalls nicht so leicht selbst das Opfer eines Betruges
werden konnte, daß, wenn er in seinem Briefe vom 14. August 1876
sagt : „Viele Wunder sind bereits k o n st a t i r t ", er die in letzterem
Ausdrucke mindestens liegende Uebertreibung bei der Verhandlung selbst
eingeräumt hat, da damals allerdings auch nach seiner Auffassung noch
nichts als konstatirt zu betrachten war; daß der praktische Zweck des
Beschuldigten, die marpinger Ereignisse für den Kulturkampf zu verwerthen,
überall hervortritt, indem er in dem Briefe an Dicke vom
6. September 1876, in w lchem er zunächst von den „höchst interessanten
Teuselserscheinungen" spricht, nach Erwähnung der Umlage für die militärische
Besetzung und der Weigerung des Gemeinderathes bemerkt:
„Nun geht die Geschichte erst los", indem er ferner in dem Briefe an
Ballig vom 10. Oktober 1876 (adkid. II. fol. 101) sagt: „Die Welt
kann gespannt sein auf den Ausgang der Dinge in Marpingen. Wunder
sind viele geschehen. Ich bin aber der festen Hoffnung und Ansicht,
daß hier nob Dinge geschehen-werden, ob deren die Kulturkämpfer
staunen werden rc.", indem er endlich dem Zeugen Scherer unter Lachen
und Spott die bereits obenerwähnte fiivole Bemerkung hinwirft: „Die
Mutter Gottes ivird einmal die Liberalen rangiren", daß bei dieser ausgesprochenen
Richtung des p. Schneider es nicht befremdend erscheint, wenn er
in leichtfertigster Weise der bei ihni beichlagnahmten, an ihn gerichteten,
recht praktischen Widerlegung seines Germania-Artikels durch den Redakteur
der .Essener VolkszeiluncL (adhib. 11., 92) und später den höchst
wichtigen, eingehenden Enthüllungen des Dr. Strauß vom 14 Januar
1877 jede Beachtung versagt;
daß» so sehr auch in allem diesem schwere Verdachtsmomente für den
bösen Glauben des Schneider gefunden werden mögen, dieselben doch
nicht eine volle Beweisgrundlage für die Annahme der mala fides desselben
abgeben können, daß mithin schon aus diesem Gesichtspunkte die
Freisprechung des rc. Schneider sich rechtfertigt;
ad Xl rind XII. In Erwöguitg ferner, die Beschuldigten Dicke
und Dr. Thömes betreffend:
daß dieselben beide durch Herausgabe ihrer in vielen Tausenden
Exemplaren verbreiteten Broschüren, durch Artikel in der Presse, Ausnahme
von Erklärungen vor Zeugen rc., und außerdem Dicke durch
Besorgung von Marpinger Wasser für die Gräfin Spee thatsächlich der
Verbreitung der Statt gehabten Täuschungen förderlich gewesen sind;
daß beide Schriftsteller in ihren Broschüren und Artikeln, lediglich
bauend aus die Erklärungen der fraglichen Kinder, auf die Angaben des
Pastors Neureuter und einer Anzahl von ihnen befragter Einwohner
Marpingens und der Umgegend Darstellungen thatsächlicher Verhältnisse
in die Welt schickten, welche objektiv größtentheils entweder gänzliä) oder
im Wesentlichen der Wahrheit entbehren;
daß der leichtfertig und kritiklos solchen Erklärungen gewährte
Glaube um so bedauerlicher erscheint, als der mitbeschuldigte Pfarrer
Shwaab mit Rücksicht auf einen Vorfall, wo ein aus ganz natürliche