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dieses Vorkommnisses von der Schmidt auf einer Lüge ertappt unverholen
erklärt, „Du läßt dir aber auch nichts weis machen, du bist nicht
so dumm, wie die dummen dummen Herren" ;
daß aber die Verschlagenheit der Kunz in einem von der Ehefrau
Riemer bekundeten Vorfalle im grellsten Lichte erscheint;
daß nämlich die Kunz, nachdem sie widerrufen und - versprochen,
auch den Widerruf dem Pastor Neureuter mitzutheilen, an letzteren einen
Brief (adhib. II. fol. 16) schrieb, daß dieselbe von der Ehefrau Riemer
aufgefordert, ihr den Brief zum Lesen zu übergeben, dies zu thun ablehnte
mit dem Bemerken, daß sie, die Riemer ihre Schreiberei schlecht
lesen könne, daß dann die Kunz den Brief selbst vorlas, und zwar in
einer Weise, als ob sie de >1 Neureuter berichte, daß sie die Erscheinung
nie gefragt und letztere auch nie geantwortet habe, daß aber bei demnächstiger
Durchsicht des Briefes in demselben das gerade Gegentheil
ausgedrückt war, und daß dann das Kind, von der Frau Riemer darauf
aufmerksam gemacht und zurecht gewiesen, sofort mit einer für ihr
Alter außergewöhnlichen, geradezu schainlos zu nennenden Frechheit bemerkte,
„ich les- und schreibe hurtig, und da verlese und verschreibe ich
mich manchmal" ;
daß sodann die Beeinflussung der beiden anderen Kinder durch die
Kunz sich kundgibt in einer von dem Zotigen Kleber bekundeten Aeußerung
der Kunz, welche sie an die Hubertus richtete, und zwar in der Feit, als
sie widerrufen, dagegen die anderen Kinder in ihren Erklärungen noch
nicht mit dein Widerrufe so weit vorgeschritten waren, und welche unter
Drohung mit dem Finger dahin ging: „Sage die Wahrheit, sonst bekommst
du Schläge!"
daß auch nach Angabe der Frau Riemer die Kunz, von der Reise
mit Tr. Strauß zurückgekehrt, sofort zum Schlafzimmer der beiden anderen
Kinder hinlief und mit denselben sprach, und daß demnächst die Leist
entrüstet erklärte, „die Kunz habe sie aufgefordert, wie früher zu sagen,
sie wüide auch wieder so sagen" ;
daß endlich sowohl die Kunz wie auch die beiden anderen Kinder
bei verschiedenen Gelegenheiten dem Zeugen Kleber, der Ehefrau Riemer
und der Lina Schmidt geradezu erklärt haben, daß die Kunz Alles erfunden
und den anderen Alles eingeredet habe;
in Erwägung sonach, daß eine^Vorspiegelung falscher Thatsachen
durch die Kinder Margaretha Kunz, Lmsanna Leist und Katharina Hubertus
evident nachgewiesen Erscheint;
daß nach dieser Feststellung ein näheres Eingehen auf die behaupteten
Wunderheilungen kaum noch erforderlich ist. da mit dem Wegfallen
der Erscheinungen der Kinder als Grundlage für die Heilungen auch
letztere von selbst widerlegt sind, oder doch mindestens wirklich vorgekommene
wunderbare Heilungen auf andere Ursachen zurückgeführt werden
müßten;
daß aber dennoch hervorgehoben werden muß, daß die angeblichen
Wunderheilungen meist bei an Hysterie lerdenden und daher der Selbst-