Mahl dcr Mittel nicht allzu ängstlich war, dessen Mittel um so wirksamer sei»
mußten, se weniger widerstandsfähig diejenigen waren, welche seiner Einwirkung
sich anheimgegeben fanden, der zugestandener Maßen der Drohung
sich bediente und zwar der aus ein Kinderherz wirksamsten Drohung, das
dcr Mutter schlimmes widerfahren werde, der dabei später mächtig«
Bundesgenossen hatte ein Mal in den Einflüssen der dem ganzen bie*
herigen Gedanken- und Gefühlskreise der drei achtjährigen Kinder }t
fremden Sphäre, in welche dieselben versetzt wurden, sodann in dem tiefe»
Heimweh, welches in dein fraglichen Zeiträume aus fast allen Aeußerungen
namentlich der kleinen Kunz oft wahrhaft ergreifend herausklingt
Ich will dieses Bild nicht weiter ausmalen; genug, man braucht sich
selbst vom rein p s y ch o l o g i s ch e n Standpunkt gewiß nicht darüber
zu wundern, daß nun der erste allerdings noch unbestimmte Widerrui
der Kunz vom 27. Oktober gerade diejenige Version zur Erklärung der
Erscheinung bringt, welche der Berliner Geheimpolizist v. Meerscheidt-Hüllessem
als die seinige schon von vornherein gegeben hatte.
Ueber die weitere Entwickelung der Widerrufe und Widerspruchs
der Kinder, wie die Zeugen uns dieselben dargestellt haben und die dam
schließlich damit endeten, daß die Kinder wieder alles wie früher aus
recht erhielten, will ich mich nicht verbreiten, da ich ja doch nur kvn-'
jeklurireu konnte, in welcher Weise der P. ozeß, dessen Entsteh u n 4
ich angedeutet, in der Seele der Kinder sich wei er vollzogen hat unb
die wesentlichsten Momente der Beurtheilung, namentlich die Frage»,
welche au die Kinder gerichtet wurden, sowi - der unmittelbare Eindruch
welchen die Kinder heute machen, in Folge des ihre Vernehmung ablehnenden
Beschlusses, uns fehlen. Es bleiben hier Räthsel, welche m
dieser Stelle schwerlich werden gelöst werden. Nur den mehr theologischen
Einwand möchte ich noch streifen, welchen der Zeuge Strauß gegen
die Wirklichkeit und Göttlichkeit der ersten Erscheinungen erhoben hat.
indein er bemerkte: wie hätte sich Gort solche Werkzeuge zu seinen Offen
barungen auswählen sollen! Deingegenüber genügt cs wohl, au die Geschichte
des Apostels Petrus zu erinnern, der, nachdem er Zeuge de?
wunderreichen Lebens Ehriiti gewesen, im Bkannesalter seinen Herr»
und Meister drei Mal und zwar auch unter erschwerenden Umstände»
verleugnete, dessen moralisches Verschuld n zweifellos unendlich größer
nar ars jenes der solchen Einflüssen ausgesetzten achtjährigen Kinder,